Bild folgtKI-generierte IllustrationPlatycnemis pennipes
Auch bekannt als: agrion à larges pattes, Blaue Federlibelle, Federjungfer, Gemeine Federlibelle, Gewöhnliche Federlibelle
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Die Federlibelle (Platycnemis pennipes) ist eine zierliche, meist hellblau oder weißlich gefärbte Libelle, die Sie leicht an ihren markant verbreiterten Schienen der Hinterbeine erkennen können. Diese namensgebenden Strukturen wirken wie kleine Federn und dienen den Männchen bei der Brautwerbung. In Ihrem Garten sitzt das Tier oft mit zusammengeklappten Flügeln auf Halmen, was typisch für die Gruppe der Kleinlibellen (Zygoptera) ist. Die räuberische Lebensweise beginnt bereits im Wasser, wo die Larven über ein bis zwei Jahre hinweg kleine Wasserlebewesen erbeuten. Beim Schlupfvorgang, der sogenannten Metamorphose (Verwandlung zum Fluginsekt), klettert die Larve an Uferpflanzen empor, um ihre alte Hülle zu verlassen. Als erwachsene Tiere jagen sie geschickt im Flug andere Insekten. Sie nutzen gerne Strukturen wie den Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna) oder die Mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis) als Ansitzwarte. Auch auf dem Gewöhnlichen Giersch (Aegopodium podagraria) oder dem Gewöhnlichen Bärenklau (Heracleum sphondylium) sind sie oft bei der Jagd zu beobachten. Wenn Sie einen Teich mit der Nuphar lutea × pumila oder der Osterluzei (Aristolochia clematitis) im Garten haben, bieten Sie diesen nützlichen Jägern einen wertvollen Lebensraum. Als Gärtner profitieren Sie von ihrer Anwesenheit, da sie die Mückenpopulation auf natürliche Weise regulieren.
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Diese Tiere sind für den Menschen absolut sicher, da sie weder stechen noch beißen können. In Mitteleuropa stehen alle Libellenarten unter allgemeinem Schutz, weshalb man sie lediglich beobachten und nicht fangen sollte. In Ihrem Garten ist sie ein hochwillkommener Nützling, der die Population von Kleininsekten reguliert.
Taxonomisch wird die Federlibelle (Platycnemis pennipes) in die Familie der Federlibellen (Platycnemididae) eingeordnet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Mitteleuropas, einschließlich Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien. Mit einer Körperlänge von etwa 35 Millimetern gehört sie zu den kleineren Libellenarten unserer Region. Sie bevorzugt sonnige Standorte an langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit reicher Vegetation.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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