Bild folgtKI-generierte IllustrationPleurococcus vulgaris
Auch bekannt als: Pleurococcus vulgaris
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrem leuchtend grünen, oft staubig wirkenden Überzug auf Baumstämmen und Holzzäunen lässt sich die Gewöhnliche Grünalge (Pleurococcus vulgaris) sofort erkennen. Was viele als bloßen Belag abtun, ist in Wahrheit eine wichtige Lebensgrundlage in deinem Naturgarten. Diese Alge dient als spezialisierte Nahrung für die Raupen seltener Nachtfalter wie des Vierpunkt-Flechtenbärchens (Lithosia quadra) und des Rotkragen-Flechtenbärchens (Atolmis rubricollis). Wenn du diesen grünen Hauch an deinen Bäumen entdeckst, ist das ein Zeichen für eine gesunde Luftfeuchtigkeit. Lass den Schrubber im Schrank und freue dich über diesen unauffälligen, aber wertvollen Untermieter.
Die grüne Kinderstube für seltene Flechtenbärchen an deinen Gartenbäumen.
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Die ökologische Bedeutung dieser Alge ist beträchtlich, da sie als essenzielle Raupenfutterpflanze für mehrere Nachtfalterarten dient. Nach aktuellen Daten profitieren besonders das Rotkragen-Flechtenbärchen (Atolmis rubricollis) und das Nadelwald-Flechtenbärchen (Eilema depressa) von diesem Bewuchs. Auch das markante Vierpunkt-Flechtenbärchen (Lithosia quadra) nutzt die Alge als Nahrungsgrundlage. Für Vögel ist der Algenbelag indirekt wichtig, da sie darin nach kleinen Insekten und Larven suchen. Da sie auch im Winter grün bleibt, stellt sie eine dauerhafte Ressource im Ökosystem Garten dar.
In Bezug auf die Gartennutzung ist die Alge nicht als kindersicher eingestuft, da feuchte Beläge auf Steinplatten oder Holzstegen eine erhebliche Rutschgefahr darstellen können. Die Pflanze selbst ist jedoch ungiftig und weist keine gefährlichen Inhaltsstoffe auf. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen höheren Pflanzen besteht aufgrund der charakteristischen Wuchsform als dünner Belag nicht.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Standort : Bevorzugt schattige bis halbschattige Plätze mit hoher Luftfeuchtigkeit, meist an der Nordseite von Strukturen.
Untergrund : Rauhe Oberflächen wie die Borke (äußere Baumrinde) alter Bäume oder unbehandeltes Holz sind ideal.
Boden : Nicht relevant, da die Alge keine Wurzeln im Boden schlägt.
Pflanzzeit : Eine gezielte Pflanzung ist nicht üblich; die Vermehrung erfolgt durch Windverbreitung der Zellen.
Pflege : Der wichtigste Beitrag ist das Unterlassen von Reinigungsmaßnahmen mit chemischen Mitteln oder Drahtbürsten.
Vermehrung : Erfolgt bei ausreichend feuchter Witterung ganz von selbst durch Zellteilung.
Kombinationsempfehlung : Gute Partnerin: Heimische Moose wie das Etagenmoos (Hylocomium splendens) – beide teilen die Vorliebe für das feuchte Kleinklima an Baumstämmen und bilden gemeinsam einen wertvollen Miniatur-Lebensraum.
Die Gewöhnliche Grünalge (Pleurococcus vulgaris) gehört zur Gruppe der Grünalgen (Chlorophyta) und ist in Österreich und weiten Teilen Mitteleuropas heimisch. Sie besiedelt als Epiphyt (Pflanze, die auf anderen Oberflächen wächst, ohne ihnen zu schaden) vor allem die wetterzugewandte Seite von Baumrinden oder Steinen. Morphologisch auffällig ist ihre Fähigkeit, bei Trockenheit in eine Ruhephase zu gehen und bei Feuchtigkeit sofort wieder zu ergrünen. Sie bildet keine Blüten aus, sondern besteht aus mikroskopisch kleinen Einzelzellen, die dichte Kolonien bilden.
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
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