Bild folgtKI-generierte IllustrationPoa alpina var. vivipara
An den kleinen, bereits fertig entwickelten Jungpflanzen, die direkt aus den Ähren wachsen, lässt sich das Lebendgebärende Alpen-Rispengras sofort erkennen. Diese kuriose Strategie der Viviparie (Brutknospenbildung statt Samen) macht es zu einem faszinierenden Beobachtungsobjekt in Deinem Garten. Als Spezialistin für kühle Lagen bringt sie echtes Gebirgsflair in Beete, die einen eher nährstoffreichen Boden aufweisen. Auch wenn konkrete Bestäubungsdaten für diese Sorte fehlen, bieten die dichten Halme wertvollen Schutz für Kleinstlebewesen am Boden. Wenn Du eine Vorliebe für botanische Besonderheiten hast, ist dieses kompakte Gras genau das Richtige für Deine Gartenflächen.
Alpine Überlebenskünstlerin: Sie bringt ihre fertigen Kinder gleich mit!
Nach aktuellen ökologischen Daten werden die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit einem Gewicht von nur 0,3496 mg leicht durch den Wind oder über größere Distanzen verteilt. Die Strategie der Viviparie (Lebendgeburt von Jungpflanzen) ermöglicht eine effiziente Vermehrung ohne den Umweg über die klassische Bestäubung. Die Pflanze geht zudem eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) ein, was die Bodenstruktur und die Nährstoffaufnahme verbessert. Obwohl keine spezifischen Insektendaten vorliegen, bieten die dichten, breitblättrigen Horste einen wichtigen Lebensraum und Schutzraum für bodenbewohnende Wirbellose.
Die Pflanze ist laut vorliegenden Daten nicht kindersicher. Achte daher darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.158 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Ellenberg 7): Wähle einen vollsonnigen Platz in Deinem Garten, damit die Pflanze kräftig wächst.
Feuchte (Ellenberg 4): Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht sein; vermeide jedoch stehendes Wasser.
Nährstoffe (Ellenberg 7): Als Starkzehrer (nährstoffhungrige Pflanze) benötigt sie einen fetten, gut versorgten Boden; reifer Kompost ist hier ideal.
Wuchshöhe: Mit einer Höhe von exakt 0.16 m bleibt das Gras sehr niedrig und kompakt.
Pflanzzeit: Setze das Gras idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflege: Schneide die Halme im Sommer nicht ab, damit die kleinen Brutknospen zu Boden fallen und dort anwurzeln können.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich selbstständig durch ihre am Halm gebildeten Jungpflanzen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen frischen und nährstoffreichen Bodenbedingungen schätzt.
Poa alpina var. vivipara gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Gattung der Rispengräser (Poa). In der Natur ist sie vor allem in den Gebirgsregionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz auf Fettwiesen (nährstoffreiche Wiesen) zu finden. Morphologisch besticht sie durch ihre breitblättrigen, grünen Blätter und die namensgebende Eigenschaft, Tochterpflänzchen direkt am Blütenstand zu bilden. Dies ist eine Anpassung an den kurzen alpinen Sommer, in dem für eine normale Samenreife oft die Zeit fehlt. Sie wächst als ausdauerndes, nicht verholztes Gras in dichten Horsten.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →