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Poa bulbosa subsp. bulbosa
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An den auffälligen, zwiebelartig verdickten Halmbasen lässt sich das Zwiebel-Rispengras (Poa bulbosa subsp. bulbosa) sofort erkennen. In deinem Naturgarten übernimmt dieser Spezialist eine wichtige Rolle als Bodenfestiger auf extrem trockenen Flächen, an denen andere Pflanzen längst aufgeben. Besonders faszinierend ist seine Strategie der Viviparie (Keimung der Samen oder Bildung von Tochterpflänzchen direkt an der Mutterpflanze), was es zu einem spannenden Beobachtungsobjekt macht. Als heimisches Gras trägt es zur Strukturvielfalt bei und besiedelt Nischen in Magerwiesen. Wenn du eine sandige oder steinige Ecke hast, ist dieses Gras genau die richtige Wahl für dich.
Der 17 cm kleine Überlebenskünstler: Trotzt jeder Hitze mit eigenen Vorräten.
Nach aktuellen ökologischen Daten nutzt das Zwiebel-Rispengras vor allem die Windausbreitung für seine sehr leichten Diasporen (0,4852 mg). Da es als Schwachzehrer (Magerkeitszeiger) gilt, ist es ein unverzichtbarer Bestandteil der Artenvielfalt in kalkarmen Sandökosystemen. Es bietet in diesen kargen Lebensräumen eine wichtige Bodenabdeckung und verhindert Erosion. Da es oft Tochterpflänzchen direkt am Halm bildet, sorgt es für eine schnelle Besiedlung offener Bodenstellen. In der kalten Jahreszeit dienen die vertrockneten Halme als Rückzugsort für kleine, bodennah lebende Wirbellose, die in der Bodenstreu Schutz suchen.
Das Zwiebel-Rispengras wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifische Giftigkeit bekannt ist, sollten Kinder wegen der verschluckbaren Brutzwiebeln und der harten Halme beim Spielen in der Nähe beaufsichtigt werden. Im Falle von Unverträglichkeiten oder Unfällen wende dich an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,167 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Dieses Süßgras (Poaceae) gehört zur Ordnung der Poales und ist in ganz Deutschland in sonnigen, warmen Lagen verbreitet. Sein typischer Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sandige Wegränder. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,17 m bleibt es eher zierlich. Morphologisch besonders auffällig sind die namensgebenden Zwiebeln an der Basis und die oft zu Brutzwiebeln umgewandelten Ährchen (Blütenstände), die dem Gras helfen, die sommerliche Trockenheit in einer Art Ruheustand zu überdauern.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.