Bild folgtKI-generierte IllustrationPolygala vulgaris agg.
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren intensiv blauvioletten, flügelartigen Blüten fällt das Gemeine Flügelblümchen sofort auf. Als Bewohner von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) ist es ein unverzichtbarer Baustein für deinen Naturgarten, wenn du magere Standorte ökologisch aufwerten möchtest. Besonders die Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor) und der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) profitieren von diesem zierlichen Kreuzblumengewächs. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,12 m passt es wunderbar in den Vordergrund sonniger Beete. Wenn du einen eher trockenen, kalkhaltigen Boden hast, machst du mit dieser Art alles richtig.
Zierlicher Hungerkünstler: Das 12 cm kleine blaue Wunder für Schneckenhausbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wertvolle Futterquelle für spezialisierte Insekten. Die Zweifarbige Schneckenhausbiene (Osmia bicolor) und die Helle Erdhummel (Bombus terrestris) suchen die Blüten regelmäßig auf. Auch für bedrohte Schmetterlinge wie den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und den Kleinen Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) bietet sie eine wichtige Nahrungsgrundlage. Die Ausbreitung der Art erfolgt über sehr leichte Samen mit einem Gewicht von nur 1,7903 mg, was eine Verteilung durch den Wind ermöglicht. Durch ihren kompakten Wuchs trägt sie zur Strukturvielfalt in kurzrasigen Biotopen bei.
Das Gemeine Flügelblümchen gilt als nicht kindersicher. In Gärten, in denen kleine Kinder oder Haustiere spielen, solltest du darauf achten, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Da die Pflanze nicht als klassische Giftpflanze, aber eben auch nicht als essbar geführt wird, ist ein verantwortungsbewusster Umgang beim Pflanzen wichtig.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.121 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, die Pflanze benötigt viel direktes Licht.
Ellenberg Feuchte 3: Der Boden sollte trocken sein; Staunässe musst du unbedingt vermeiden.
Ellenberg Nährstoffe 3: Als Schwachzehrer (Pflanze für magere Böden) benötigt sie keinen Dünger.
Bodenbeschaffenheit: Achte auf einen kalkhaltigen (basischen) Untergrund, wie durch Ellenberg-Wert 8 vorgegeben.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht präzise 0,12 m, plane sie daher für den vordersten Beetrand ein.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Pflege: Da sie nicht verholzt, ist kein Rückschnitt nötig; lass die Samen für die Selbstaussaat ausreifen.
Pflanzpartner: Das Echte Labkraut (Galium verum) ist eine ideale Begleiterin, da es die gleichen mageren und sonnigen Standortansprüche teilt.
Das Gemeine Flügelblümchen (Polygala vulgaris agg.) gehört zur Familie der Kreuzblumengewächse (Polygalaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst vor allem kalkhaltige Magerwiesen und sonnige Böschungen. Die Pflanze ist krautig und verholzt nicht, was sie zu einem typischen Vertreter der niedrigen Wiesenvegetation macht. Morphologisch auffällig sind die zwei großen Kelchblätter, die wie farbige Flügel wirken und die eigentliche Blüte umschließen. Mit einer Höhe von 0,12 m bleibt sie stets bodennah.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →