Bild folgtKI-generierte IllustrationPolygala vulgaris subsp. collina
An ihren leuchtend blauen, traubenförmigen Blüten lässt sich das Hügel-Kreuzblümchen sofort erkennen. Dass diese zierliche Pflanze auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird, macht sie zu einem wertvollen Gast in deinem Garten. Als Spezialistin für magere, eher saure Standorte ist sie ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt auf nährstoffarmen Flächen. Mit ihrer geringen Größe fügt sie sich wunderbar in Steingärten oder Magerwiesen ein, ohne andere Pflanzen zu verdrängen. Wenn du ihr den richtigen Platz ohne Dünger gibst, trägst du aktiv zum Erhalt einer bedrohten heimischen Art bei. Schau doch mal, ob du in deinem Garten ein ungestörtes Eckchen für diesen kleinen Schatz findest.
Blaues Juwel für Kenner: Schütze mit nur 12 cm Wuchshöhe eine bedrohte Art.
In der freien Natur ist das Hügel-Kreuzblümchen bereits gefährdet (Rote Liste 3), weshalb die Ansiedlung im Garten einen direkten Beitrag zum Artenschutz leistet. Die Pflanze nutzt für ihre Ausbreitung sehr leichte Samen mit einem Gewicht von nur 1.7903 mg (Diasporengewicht), die durch Wind oder Fernausbreitung neue Lebensräume erreichen können. Da keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, liegt ihre ökologische Bedeutung primär in der Funktion als Charakterart für bedrohte, nährstoffarme Biotopstrukturen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der pflanzlichen Diversität auf sauren Magerstandorten und dient dort als Lebensraumkomponente für die standorttypische Begleitflora.
Bitte beachte bei der Standortwahl, dass das Hügel-Kreuzblümchen als nicht kindersicher eingestuft wird. Es empfiehlt sich, die Pflanze nicht in direkter Reichweite von Spielbereichen für kleine Kinder zu pflanzen. Da keine weiteren Giftigkeitsdaten vorliegen, ist ein achtsamer Umgang im Ziergarten ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.121 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7) für eine optimale Entwicklung.
Boden: Der Standort muss unbedingt mager sein (Schwachzehrer). Verwende keinen Dünger, da dieser der Pflanze schadet.
Feuchtigkeit: Achte auf einen frischen Boden (mäßig feucht, Feuchtezahl 4). Er sollte nie ganz austrocknen, aber Wasser muss gut abfließen können.
Bodenreaktion: Ein saurer Boden (Reaktionszahl 3) ist ideal; mische bei Bedarf kalkfreien Sand unter.
Wuchshöhe: Mit nur 0.12 m benötigt die Pflanze einen Platz im Vordergrund, damit sie nicht von Gräsern überdeckt wird.
Pflanzzeit: Setze das Kreuzblümchen am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Pflege: Da die Pflanze nicht verholzt, ist kein Rückschnitt nötig. Lass sie nach der Blüte ungestört reifen.
Vermehrung: Die leichten Samen (1.79 mg) verbreiten sich durch den Wind; lass die Fruchtstände für die Selbstaussaat stehen.
Pflanzpartner: Das Borstgras (Nardus stricta) ist ein idealer Nachbar, da es die gleichen Ansprüche an saure, magere und mäßig feuchte Standorte stellt.
Das Hügel-Kreuzblümchen (Polygala vulgaris subsp. collina) gehört zur Familie der Kreuzblumengewächse (Polygalaceae). Es ist eine indigene, also bei uns heimische, krautige Pflanze, die vor allem in Magerwiesen (nährstoffarme Grasflächen) vorkommt. Ihr natürlicher Lebensraum zeichnet sich durch sonnige Standorte mit mäßig feuchten, aber nährstoffarmen und sauren Böden aus. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.12 m gehört sie zu den kleinsten Bewohnern ihrer Pflanzengesellschaft. Die Blätter sind breitblättrig und die Pflanze verholzt nicht, was sie als typisches ausdauerndes Kraut kennzeichnet.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →