Bild folgtKI-generierte IllustrationPolygonum brittingeri
Auch bekannt als: Polygonum brittingeri
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Auffällig sind die niederliegende Wuchsform und die winzigen Blüten in den Blattachseln, die Brittingers Knöterich (Polygonum brittingeri) charakterisieren. In deinem Garten übernimmt dieser heimische Spezialist die wichtige Rolle eines Bodenfestigers auf kiesigen Flächen. Er ist eine wertvolle Nektarquelle für seltene Schmetterlinge wie den Arktischen Perlmuttfalter (Boloria frigga) oder den Angara-Perlmuttfalter (Boloria angarensis). Mit dieser Pflanze förderst du gezielt die Artenvielfalt an schwierigen, sonnigen Standorten. Wenn du offene Bodenstellen hast, ist dieser Knöterich genau die richtige Wahl für dich.
Robuster Bodenkünstler: Die wichtige Futterquelle für seltene Perlmuttfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist Brittingers Knöterich eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Falterarten. Besonders der Alaska-Perlmuttfalter (Boloria alaskensis), der Arktische Perlmuttfalter (Boloria frigga) und der Angara-Perlmuttfalter (Boloria angarensis) suchen die Pflanze auf. Die unscheinbaren Blüten bieten über viele Wochen hinweg Nahrung für kleine Fluginsekten. Im Herbst dienen die reifenden Samen als Energielieferant für heimische Singvögel, die den Garten vor dem Wintereinbruch besuchen. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza fördert die Pflanze zudem aktiv ein gesundes Bodenleben und die Vernetzung von Bodenpilzen.
Brittingers Knöterich wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Da er zu den Knöterichgewächsen gehört, können Inhaltsstoffe bei Verzehr oder empfindlicher Haut Reizungen auslösen. Achte daher darauf, ihn an Stellen zu pflanzen, die nicht als direkter Spielbereich für Kleinkinder oder Haustiere dienen.
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Damit Brittingers Knöterich gut gedeiht, solltest du ihm einen vollsonnigen Platz geben, da er sehr lichtbedürftig ist. Der Boden sollte idealerweise feucht, aber gut durchlässig sein – ähnlich wie an einem natürlichen Ufer. * Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist. * Bodenbeschaffenheit: Er bevorzugt nährstoffreiche, eher kalkhaltige Substrate. * Pflege: Die Pflanze ist sehr genügsam; ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da sie meist einjährig oder kurzlebig ausdauernd wächst. * Vermehrung: Er versamt sich an offenen Stellen meist von selbst. * Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der heimische Floh-Knöterich (Persicaria maculosa). Beide teilen die Vorliebe für wechselfeuchte, nährstoffreiche Pionierstandorte und bilden zusammen einen dichten Teppich, der den Boden vor Austrocknung schützt.
Brittingers Knöterich gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und zur Gattung der Vogelknöteriche. In Deutschland, Österreich und der Schweiz besiedelt er vorwiegend sandige oder kiesige Uferbereiche sowie gestörte Pionierstandorte. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) aus, eine Form der Wurzelsymbiose mit Pilzen zur optimierten Nährstoffaufnahme. Morphologisch erkennst du ihn an den oft rötlich angelaufenen, verzweigten Stängeln und den kleinen, schmalen Blättern, die eng am Boden anliegen.
1 Video zu Brittingers Knöterich

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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