Bild folgtKI-generierte IllustrationPolygonum lapathifolium
Auch bekannt als: Polygonum lapathifolium
5
Arten
interagieren
24
Interaktionen
dokumentiert
An den oft dunkel gefleckten Blättern und den dichten, meist leicht überhängenden, grünlich-weißen bis rosa Blütenähren lässt sich der Ampfer-Knöterich (Polygonum lapathifolium) sofort erkennen. Er ist eine wertvolle Pionierpflanze (Besiedlerin offener Böden), die in deinem Garten besonders an feuchten Stellen ökologische Nischen füllt. In der freien Natur profitieren spezialisierte Falter wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) oder der Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga) von ihm. Wenn du diese oft unterschätzte Wildpflanze zulässt, förderst du die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür. Du wirst staunen, wie viel Leben diese robuste Pflanze anzieht.
Futterquelle für seltene Perlmuttfalter an feuchten Gartenplätzen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Ampfer-Knöterich eine wichtige Futterpflanze für hochspezialisierte Schmetterlinge wie den Arktischen Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) und den Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga). Auch der Moor-Perlmuttfalter (Boloria angarensis) nutzt diese Pflanze als Lebensgrundlage. Neben Faltern schätzen auch verschiedene Schwebfliegen die unauffälligen, aber nektarreichen Blüten. Im Spätherbst und Winter dienen die reifen Samen als wertvolle, energiereiche Nahrung für heimische Singvögel. Durch die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen verbessert die Pflanze zudem die Bodenstruktur und fördert ein gesundes Mikroklima im Wurzelbereich.
Der Ampfer-Knöterich wird als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält, wie viele Vertreter seiner Familie, Oxalsäure, die bei Verzehr in größeren Mengen zu Unverträglichkeiten führen kann. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile essen. Im Zweifelsfall kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz, ideal sind feuchte Senken oder Teichränder.
Boden: Die Erde sollte nährstoffreich und lehmig sein, da die Pflanze viel Stickstoff benötigt.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr von März bis Mai in den Boden.
Wasserbedarf: Halte die Erde gleichmäßig feucht; Staunässe wird meist besser vertragen als sommerliche Trockenheit.
Düngung: In einem naturnahen Garten reicht meist eine Gabe Kompost im Frühjahr vollkommen aus.
Pflege: Da die Pflanze einjährig ist, stirbt sie im Winter ab; lass sie für die Selbstaussaat und als Vogelnahrung einfach stehen.
Besonderheit: Sie geht eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) ein, was ihre Nährstoffaufnahme auf natürliche Weise unterstützt.
Gute Partnerin: Der Blutweiderich (Lythrum salicaria) – beide lieben feuchte Standorte und ergänzen sich wunderbar in ihrer ökologischen Funktion.
Der Ampfer-Knöterich gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt natürlicherweise Uferbereiche, Gräben und Ruderalstellen (vom Menschen beeinflusste Rohböden) mit guter Nährstoffversorgung. Als einjährige, krautige Pflanze bildet er kräftige Stängel aus, die an den Knoten (Nodien) oft auffällig verdickt sind. Ein botanisches Merkmal ist die Ochrea (eine häutige Scheide an der Basis der Blattstiele), die bei dieser Art meist kahl oder nur ganz kurz bewimpert ist.
1 Video zu Ampfer-Knöterich

5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →