Bild folgtKI-generierte IllustrationPolystichum braunii
Auch bekannt als: Aspidium braunii
Wer den Weichen Schildfarn (Polystichum braunii) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er besticht durch seine trichterförmig angeordneten, weichen und doppelt gefiederten Wedel, die im Austrieb auffällig silbrig-braun behaart sind. Da die Art auf der Roten Liste mit der Stufe 2 (stark gefährdet) steht, leisten Sie mit der Ansiedlung in Ihrem Garten einen echten Beitrag zum Artenschutz. Er bietet kleinen Wirbellosen wie Laufkäfern (Carabidae) ein wichtiges, feucht-kühles Mikroklima am Boden. Schaffen Sie in Ihrem Schattengarten einen Rückzugsort für diesen seltenen Waldbewohner.
Stark gefährdeter Schattenkönig: Holen Sie sich 0,55 m puren Waldcharakter.
Obwohl Farne keine Blüten bilden und somit keinen Nektar liefern, sind sie ökologisch bedeutsam. Der Weiche Schildfarn bietet durch seine dichte Wedelstruktur wertvollen Lebensraum für bodennah lebende Insekten und Amphibien. Seine Sporen reifen im Juli und August und werden aufgrund ihres minimalen Gewichts von 0,0 mg durch den Wind verbreitet, was eine Fernausbreitung ermöglicht. Da die Art mit der Roten Liste 2 als stark gefährdet gilt, fungiert Ihr Garten als wichtiger Trittstein für den Erhalt dieser indigenen Art.
Der Weiche Schildfarn ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Da er zur Familie der Wurmfarngewächse gehört, sollten Kinder und Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle eines Unfalls erreichen Sie den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.548 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Ellenberg-Lichtwert 3 bedeutet Schatten – wählen Sie einen Platz ohne direkte Mittagssonne, idealerweise an einer Nordwand oder unter Gehölzen.
Boden: Als Starkzehrer (Nährstoffwert 7) benötigt er einen fetten, nährstoffreichen Boden; mischen Sie bei der Pflanzung etwas reifen Laubkompost unter.
Feuchtigkeit: Der Wert 6 steht für frischen, mäßig feuchten Boden – achten Sie besonders im Sommer darauf, dass die Erde nie vollständig austrocknet.
pH-Wert: Er bevorzugt neutralen bis schwach sauren Boden (Reaktion 5).
Pflanzzeit: Setzen Sie den Farn im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Pflege: Lassen Sie die alten Wedel über den Winter stehen; sie dienen als natürlicher Winterschutz für das Herz der Pflanze.
Pflanzpartner: Eine gute Partnerin ist die Haselwurz (Asarum europaeum) – beide kommen natürlich in schattigen Waldgesellschaften vor und schätzen die Bodenfeuchte.
Der Weiche Schildfarn gehört zur Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae) und ist in den Bergwäldern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind kühle Schluchten und sickerfeuchte Steilhänge. Morphologisch unterscheidet er sich durch seine weichere Blattstruktur und die dichte Spreuschuppung (kleine, häutige Anhängsel) an den Blattstielen von verwandten Arten. Er wächst horstig, ohne Ausläufer zu bilden, und erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,55 m.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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