Bild folgtKI-generierte IllustrationPolystichum lonchitis
Auch bekannt als: Polypodium lonchitis
Du erkennst den Lanzen-Schildfarn an seinen wintergrünen, ledrigen Blättern, die mit ihren scharf gezähnten Rändern fast wie kleine Lanzenspitzen aussehen. Da diese Art in unseren Breiten auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit der Ansiedlung in deinem Garten einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Auch wenn für diesen Farn keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, bietet er durch seine ganzjährige Struktur wertvollen Lebensraum für Versteckkünstler wie den Grasfrosch (Rana temporaria). Besonders an schattigen Plätzen, wo wenig anderes wächst, ist er ein ökologisch wertvoller Lückenfüller. Probier es doch mal an einer kühlen Mauer aus – du wirst staunen, wie robust er ist.
Ein seltener Gebirgsgast für Schattengärten: Wintergrün und wertvoll.
Obwohl für den Lanzen-Schildfarn keine direkten Beziehungsdaten zu Insekten vorliegen, ist seine Rolle im Ökosystem nicht zu unterschätzen. Seine wintergrünen Wedel bieten Schutz für bodennah lebende Tiere, wenn die meisten anderen Pflanzen bereits eingezogen sind. Da er Sporen zur Vermehrung nutzt, die ein extrem leichtes Diasporengewicht besitzen, kann er sich über Windverbreitung auch in entlegenen Gartenwinkeln oder Mauerritzen ansiedeln. Er fördert die Kleinstbiotope in schattigen Steingärten und trägt zur Stabilisierung des Bodenklimas bei. In der Natur besiedelt er oft Extremstandorte und ist somit ein Spezialist für Nischen, die andere Arten meiden.
Bitte beachte, dass der Lanzen-Schildfarn als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Vertreter der Wurmfarngewächse enthält er Stoffe, die bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Achte daher darauf, dass Kinder oder Haustiere nicht an den Wedeln knabbern. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.273 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
• Wähle einen Standort im Halbschatten (Lichtwert 6), wo die Pflanze vor der prallen Mittagssonne geschützt ist.
• Der Boden sollte unbedingt kalkhaltig / basisch sein (Reaktionswert 8) – arbeite bei Bedarf etwas Kalksplitt ein.
• Achte auf eine frische, also mäßig feuchte Bodenbeschaffenheit (Feuchtewert 5) ohne Staunässe.
• Als Mittelzehrer (Nährstoffwert 4) benötigt er keine starken Düngergaben; etwas Laubkompost im Frühjahr genügt.
• Die Pflanzzeit liegt idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
• Halte bei einer Wuchshöhe von 0,27 m einen Pflanzabstand von etwa 30 cm ein.
• Schneide die alten Wedel erst im Frühjahr zurück, da sie das Herz der Pflanze im Winter schützen.
• Gute Partnerin: Die Breitblättrige Glockenblume (Campanula latifolia) – sie liebt ebenfalls kalkhaltige, frische Standorte im Halbschatten.
Der Lanzen-Schildfarn (Polystichum lonchitis) gehört zur Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae) innerhalb der Ordnung der Tüpfelfarnartigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er vor allem in den Gebirgslagen heimisch, wo er bevorzugt in Felsspalten und auf kalkhaltigen Schutthalden wächst. Seine Morphologie ist an raue Bedingungen angepasst: Die Wedel sind einfach gefiedert und fühlen sich fast plastikartig fest an. Als Indigen (einheimische Art) ist er perfekt an unser Klima angepasst, benötigt aber kalkreiches Gestein, um sich dauerhaft wohlzufühlen.
3 Videos zu Lanzen-Schildfarn
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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