Bild folgtKI-generierte IllustrationPolystichum setiferum
Auch bekannt als: Borstiger Schildfarn
Wer den Grannen-Schildfarn einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die trichterförmig angeordneten, bis zu 0,8 m langen Wedel wirken durch ihre weiche Textur und die feinen, borstigen Spitzen an den Blättchen besonders edel. Als heimische Art ist er ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt in unseren Wäldern und Gärten, zumal er auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet geführt wird. Er bietet einen geschützten Lebensraum für Amphibien und nützliche Bodenorganismen, die das feucht-kühle Kleinklima unter seinen Blättern schätzen. Wenn du eine schattige Gartenpartie ökologisch aufwerten möchtest, triffst du mit diesem Farn genau die richtige Wahl.
Gefährdete Eleganz: 0,8 Meter naturnahe Struktur für deine schattigen Gartenplätze.
Obwohl Farne keine Blüten und somit keinen Nektar produzieren, übernehmen sie eine zentrale Rolle im Ökosystem. Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen bietet der Grannen-Schildfarn durch seine dichten Wedel wertvolle Deckung für kleine Wirbeltiere und ein stabiles Mikroklima für feuchtigkeitsliebende Kleinstlebewesen. Da er auf der Roten Liste der Kategorie 3 steht, trägt jede Ansiedlung im Garten direkt zum Erhalt der regionalen Biodiversität bei. Die Ausbreitung erfolgt durch Fernausbreitung der federleichten Sporen, was zur Vernetzung natürlicher Waldstandorte beitragen kann.
Der Grannen-Schildfarn wird in den Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Es empfiehlt sich daher, die Pflanze so zu platzieren, dass kleine Kinder oder Haustiere nicht zum Verzehr der Pflanzenteile angeregt werden. In Spielbereichen solltest du auf den Einsatz verzichten.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Aug – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.799 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen schattigen Standort, an dem die Pflanze vor direkter Mittagssonne geschützt ist.
Bodenfeuchte: Achte auf einen frischen Boden (Ellenberg 6); er sollte gleichmäßig feucht sein, aber keine Staunässe bilden.
Nährstoffe: Ein Boden mit mittlerem Nährstoffgehalt (Ellenberg 5) ist ideal; herkömmlicher Gartenboden reicht meist aus.
pH-Wert: Die Erde sollte neutral bis schwach sauer sein (Ellenberg 6).
Pflanzzeit: Setze den Farn im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Plane ausreichend Platz für eine Endhöhe von 0,8 m ein.
Pflege: Entferne im Frühjahr nur die vertrockneten Wedel, um den Neuaustrieb nicht zu stören.
Pflanzpartner: Die Haselwurz (Asarum europaeum) ist eine hervorragende Begleiterin, da sie die gleichen schattigen Waldstandorte bevorzugt und den Boden als Teppich kühl hält.
Der Grannen-Schildfarn (Polystichum setiferum) gehört zur Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt natürlicherweise schattige, luftfeuchte Standorte wie Schluchtwälder oder sickerfeuchte Hänge. Morphologisch zeichnet er sich durch seine doppelt gefiederten, nicht verholzenden Blätter aus, die im Gegensatz zu vielen anderen Farnen oft wintergrün bleiben. Die Vermehrung erfolgt über mikroskopisch kleine Sporen, die aufgrund ihres extrem geringen Gewichts über weite Strecken vom Wind getragen werden können.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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