Bild folgtKI-generierte IllustrationPortulaca granulatostellulata
Auch bekannt als: Portulaca granulatostellulata
Wer den Gekörnten Portulak einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine dickfleischigen Blätter und die kleinen, gelben Schalenblüten leuchten besonders an heißen Tagen in Pflasterritzen. Als einjähriger Überlebenskünstler besiedelt er Nischen in deinem Garten, die für viele andere Pflanzen zu trocken oder zu heiß sind. Er gehört zu den Pionierpflanzen (Arten, die als erste neue Lebensräume besiedeln) und schließt Bodenlücken im Spätsommer, wenn andere Arten bereits verblühen. Da er erst spät im Jahr Nahrung bietet, ist er eine wertvolle Ergänzung für die Artenvielfalt in Siedlungsräumen. Wenn du sonnige Steinflächen hast, ist er genau der richtige Gast für dich.
Sukkulenter Überlebenskünstler: Gelbe Blütenpracht für heiße Fugen im Spätsommer.
Nach aktuellen Beobachtungsdaten blüht dieser Portulak von August bis September und schließt damit eine kritische Lücke im herbstlichen Blütenangebot. Er lebt in einer Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilze), genauer der AM-Mykorrhiza (arbuskuläre Mykorrhiza), die ihm hilft, Wasser und Nährstoffe aus trockenen Böden zu ziehen. Durch seinen flachen, deckenden Wuchs schützt er den Boden vor Erosion und übermäßiger Verdunstung. Da er in Deutschland und Österreich als etabliert gilt, bereichert er besonders die städtische Artenvielfalt auf kargen Standorten. Er dient als Trittsteinbiotop für kleine Bestäuber, die in versiegelten Flächen nach Nahrung suchen.
Bitte beachte, dass der Gekörnte Portulak als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten mit kleinen Kindern sollte er daher an Stellen wachsen, die nicht als direkte Spielfläche dienen. Bei Unsicherheiten oder versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für Haustiere ist die Pflanze ebenfalls mit Vorsicht zu genießen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Sep
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Platz, da sich die Blüten nur bei direktem Sonnenlicht öffnen.
Der Boden sollte gut durchlässig sein; mische bei schwerer Erde Sand oder feinen Kies unter.
Die Pflanzzeit im Frühling liegt zwischen März und Mai, sobald keine starken Fröste mehr auftreten.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 bis 20 Zentimetern ein, damit sich die Teppiche ausbreiten können.
Gießen musst du nur in der ersten Zeit; ausgewachsene Pflanzen vertragen Hitzeperioden hervorragend.
Da die Art einjährig ist, solltest du die Triebe im Herbst stehen lassen, damit sie sich selbst aussäen kann.
Auf Dünger kannst du verzichten, die Pflanze ist an karge Standorte angepasst.
Gute Partnerin: Die Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Plätze und bietet einen schönen optischen Kontrast durch ihren aufrechten Wuchs.
Der Gekörnte Portulak (Portulaca granulatostellulata) gehört zur Familie der Portulakgewächse (Portulacaceae). In Deutschland und Österreich gilt er als Neophyt (Pflanzenart, die nach 1492 eingewandert ist) und hat sich fest in unserer Flora etabliert. Er besiedelt bevorzugt Xerothermstandorte (trockene, warme Plätze) wie Wegränder, Pflasterfugen und Weinberge. Ein charakteristisches Merkmal ist die feinkörnige, fast sternförmige Struktur seiner Samenoberfläche, die man mit einer Lupe erkennen kann. Sein Wuchs ist meist niederliegend und teppichartig, was ihn perfekt an extrem sonnige Standorte anpasst.
1 Video zu Gekörnter Portulak
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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