Bild folgtKI-generierte IllustrationPotamogeton berchtoldii
Auch bekannt als: Berchtolds Zwerg-Laichkraut, Berchtold-Laichkraut, Potamogeton berchtoldii
Du erkennst Berchtolds Laichkraut an seinen zarten, untergetauchten Trieben, die ein dichtes Unterwassergeflecht bilden. Als heimischer Wasserbewohner ist diese Art ein unersetzlicher Baustein für das biologische Gleichgewicht in deinem Teich, da sie das Wasser effektiv mit Sauerstoff anreichert. Obwohl keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, profitiert die gesamte Teichfauna von dem Schutz, den das dichte Grün bietet. Mit dieser Pflanze förderst du die Wasserqualität und bietest Verstecke für kleinste Lebewesen. Hast du schon einen Platz in deiner tieferen Wasserzone für diesen heimischen Helfer vorgesehen?
Heimischer Sauerstoffprofi: Sorge für klares Wasser und gesundes Leben im Teich.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen dient Berchtolds Laichkraut als wichtiger Produzent von gelöstem Sauerstoff im Teichwasser. Da keine spezifischen Beziehungsdaten zu Insekten vorliegen, ist seine Hauptrolle im Ökosystem als Laichsubstrat und Lebensraum für aquatische Kleinstlebewesen zu sehen. Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 0,9531 mg sehr leicht, was eine Fernausbreitung durch Wasservögel oder Wind ermöglicht. Durch die Konkurrenz um Nährstoffe hilft die Pflanze zudem, das Algenwachstum auf natürliche Weise zu begrenzen. Sie trägt so maßgeblich zur Stabilität des gesamten Teich-Ökosystems bei.
Berchtolds Laichkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies bezieht sich vor allem auf den Standort in tieferem Wasser, der für kleine Kinder eine Gefahr darstellen kann. Die Pflanze selbst ist nicht als Giftpflanze bekannt. Dennoch sollte der Zugang zu Gartenteichen stets gesichert sein. Im Falle von Unfällen an Wasserstellen ist die Notrufnummer 112 oder bei Verdacht auf Vergiftungen durch andere Pflanzen der Giftnotruf 0228 19 240 zu wählen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.316 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort in der Sonne oder im Halbschatten, um ein gesundes Wachstum zu gewährleisten (Lichtwert 7).
Die Pflanze muss zwingend dauerhaft im Wasser stehen, da sie an nasse Standorte angepasst ist (Feuchtewert 12).
Ein normaler, mäßig nährstoffreicher Boden im Teichgrund ist ideal (Mittelzehrer).
Pflanzzeit: Setze die Triebe am besten im Frühjahr zwischen März und Mai ein.
Halte eine Wuchshöhe von exakt 0,32 m ein, die die Pflanze unter der Wasseroberfläche erreicht.
Eine besondere Bodenvorbereitung ist nicht nötig, solange das Wasser nicht extrem nährstoffarm oder überdüngt ist.
Da die Pflanze nicht verholzt, ist kein klassischer Rückschnitt erforderlich.
Gute Partnerin: Die Wasserfeder (Hottonia palustris) ergänzt das Laichkraut hervorragend, da beide ähnliche Ansprüche an die Wasserqualität haben und gemeinsam den Sauerstoffgehalt stabilisieren.
Berchtolds Laichkraut (Potamogeton berchtoldii) gehört zur Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae). Diese ausdauernde Wasserpflanze ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen nicht verholzten Wuchs und eine breitblättrige Blattform aus, was sie von fadenförmigen Arten unterscheidet. Die Pflanze ist als Indigen, also als ursprünglich einheimisch, eingestuft und steht aufgrund schwindender Lebensräume bereits auf der Vorwarnliste (V) der Roten Liste.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →