Bild folgtKI-generierte IllustrationPotamogeton gramineus
Auch bekannt als: Potamogeton gramineus, Grasartiges Laichkraut
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Arten
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dokumentiert
An ihren schmalen, fast grasartigen Unterwasserblättern lässt sich das Gras-Laichkraut (Potamogeton gramineus) sofort erkennen. In deinem Gartenteich sorgt diese heimische Wasserpflanze nicht nur für klares Wasser, sondern dient auch als wertvoller Lebensraum. Besonders Wasservögel wie die Reiherente (Aythya fuligula) und die Tafelente (Aythya ferina) profitieren von den Beständen, da sie die Pflanzenteile als Nahrung nutzen. Da die Art in der Natur mit der Roten Liste Stufe 2 als stark gefährdet gilt, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Hol dir diesen filigranen Spezialisten in dein Biotop und beobachte, wie das Leben unter Wasser von der neuen Struktur profitiert. Du machst hier alles richtig, wenn du einen dauerhaft nassen Standort wählst.
Bedrohter Wasser-Spezialist: Schafft wertvollen Lebensraum für seltene Tafelenten.
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Das Gras-Laichkraut ist eine wichtige Komponente intakter Gewässerökosysteme. Nach aktuellen Beobachtungsdaten dienen die Bestände als direkte Nahrungsquelle für Wasservögel wie die Reiherente (Aythya fuligula) und die Tafelente (Aythya ferina). Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 2,49 mg sehr leicht, was eine Fernausbreitung durch Vögel oder Wasserströmungen ermöglicht. Unter Wasser bieten die verzweigten Triebe einen geschützten Raum für die Eiablage von Amphibien und Versteckmöglichkeiten für aquatische Insektenlarven. Da die Art in der Natur stark zurückgegangen ist, fördern Gartenbesitzer durch die Kultivierung aktiv die Vernetzung lokaler Biotopstrukturen.
Das Gras-Laichkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies begründet sich jedoch ausschließlich durch seinen Standort im Wasser, der für kleine Kinder eine potenzielle Ertrinkungsgefahr darstellt. Die Pflanze selbst ist nicht als giftig bekannt und es besteht keine Verwechslungsgefahr mit gefährlichen Giftpflanzen im Wasserbereich. Achte bei der Gestaltung deines Teiches dennoch auf eine kindersichere Einzäunung oder flache Uferzonen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.294 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort im Teich (Ellenberg Lichtwert 8), damit die Pflanze kräftig wächst und Blüten bildet.
Die Pflanze benötigt eine dauerhafte Wasserbedeckung (Ellenberg Feuchtewert 12: nass bis untergetaucht).
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt sie keine zusätzliche Düngung; gewöhnliches Teichsubstrat ist ideal.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange das Wasser frostfrei ist.
Halte die Wuchshöhe von 0,29 m im Blick und pflanze sie in entsprechenden Wassertiefen an.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über Rhizome (unterirdische Ausläufer) oder die 2,49 mg leichten Samen.
Ein Rückschnitt ist im Herbst nicht zwingend erforderlich, abgestorbene Teile können im Frühjahr entfernt werden.
Gute Partnerin: Die Schwanenblume (Butomus umbellatus) – sie besiedelt ähnliche Wassertiefen und ergänzt das Laichkraut optisch perfekt.
Das Gras-Laichkraut gehört zur Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als indigene (ursprünglich heimische) Art weit verbreitet, wenn auch seltener werdend. Sein natürlicher Lebensraum sind saubere, stehende oder langsam fließende Gewässer, wo es als krautige Pflanze am Gewässergrund wurzelt. Eine morphologische Besonderheit ist die Heterophyllie (Verschiedenblättrigkeit): Es bildet sowohl schmale, grasartige Tauchblätter als auch breitere, eiförmige Schwimmblätter aus. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,29 m bleibt es kompakt genug für mittlere Teiche und besiedelt bevorzugt flachere Uferbereiche.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →