Bild folgtKI-generierte IllustrationPotamogeton perfoliatus
Auch bekannt als: Stängelumfassendes Laichkraut
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Arten
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Interaktionen
dokumentiert
An den herzförmigen Blättern, die den Stängel scheinbar vollständig durchbohren, lässt sich das Durchwachsene Laichkraut sofort erkennen. Diese faszinierende Unterwasserpflanze ist ein unverzichtbarer Baustein für einen ökologisch wertvollen Gartenteich, da sie das Wasser klärt und unter der Oberfläche lebenswichtige Strukturen schafft. Besonders Wasservögel wie die Reiherente (Aythya fuligula) oder der Pfeifschwan (Cygnus columbianus) profitieren direkt von ihr als Futterquelle. Da die Art in der Roten Liste auf der Vorwarnstufe steht, leisten Sie mit der Ansiedlung in Ihrem Garten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Flora. Wenn Sie die biologische Vielfalt in Ihrem Teich fördern wollen, ist diese Pflanze ein echter Gewinn.
Natürlicher Wasserklärer und wertvolle Futterquelle für seltene Wasservögel.
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In der Unterwasserwelt Ihres Teichs übernimmt diese Art die Rolle eines wichtigen Ökosystem-Ingenieurs. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist sie eine bedeutende Nahrungspflanze für die Reiherente (Aythya fuligula) und den Pfeifschwan (Cygnus columbianus). Unter Wasser bieten die verzweigten Triebe einen geschützten Rückzugsort und Laichplatz für Amphibien und Jungfische. Zudem entzieht das Laichkraut dem Wasser aktiv Nährstoffe, was das Algenwachstum hemmt und für klares Wasser sorgt. Die Ausbreitung erfolgt oft über die leichten, 3,36 mg schweren Früchte, die von Wasservögeln über weite Strecken in neue Gewässer getragen werden können.
Bitte beachten Sie, dass das Durchwachsene Laichkraut in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn die Pflanze selbst nicht als hochgiftig gilt, sollten Wasserstellen in Gärten mit Kleinkindern stets gesichert sein. Bei versehentlichem Verzehr größerer Mengen wenden Sie sich sicherheitshalber an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.548 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wählen Sie einen Platz im Halbschatten (Lichtzahl 6), da die Pflanze keine pralle Mittagssonne in flachen Wasserzonen schätzt.
Standort: Platzieren Sie das Laichkraut in der Tiefwasserzone bei einer Wassertiefe von etwa 0,55 m.
Bodenbeschaffenheit: Nutzen Sie einen normalen, mäßig nährstoffreichen Teichboden ohne zusätzliche Düngergaben.
Pflanzzeit: Setzen Sie die Pflanze idealerweise im Frühjahr (März bis Mai), damit sie sich vor der Blütezeit etablieren kann.
Pflanztechnik: Verwenden Sie Pflanzkörbe, um die Ausbreitung im Teichbecken kontrollieren zu können.
Pflege: Entfernen Sie im Spätherbst abgestorbene Pflanzenteile, um den Nährstoffeintrag im Wasser gering zu halten.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich selbstständig durch Ausläufer oder ihre leichten Samen.
Gute Partnerin: Die Gelbe Teichrose (Nuphar lutea) ist eine ideale Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an das Wasser stellt und durch ihre Schwimmblätter für eine natürliche Beschattung sorgt.
Das Durchwachsene Laichkraut (Potamogeton perfoliatus) gehört zur Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae). Es ist eine indigene (einheimische) Wasserpflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz in stehenden oder langsam fließenden Gewässern vorkommt. Besonders auffällig sind die breitblättrigen, fast durchscheinenden Blätter, die am Grund herzförmig den Stängel umfassen. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) bevorzugt sie neutrale bis schwach saure Wasserverhältnisse und wächst rein aquatisch, also vollständig untergetaucht, wobei lediglich die Blütenstände zur Bestäubung aus dem Wasser ragen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →