Bild folgtKI-generierte IllustrationPotamogeton pusillus
Auch bekannt als: Gewöhnliches Zwerg-Laichkraut
Artengruppe
Du erkennst das Zwerg-Laichkraut (Potamogeton pusillus) an seinen extrem feinen, fast fadenförmigen Blättern, die unter Wasser ein filigranes Geflecht bilden. In Deinem Gartenteich ist es ein unschätzbarer Helfer, da es als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) überschüssige Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnimmt und so aktiv die Algenbildung unterdrückt. Es dient als wichtiger Rückzugsort für die Fauna unter Wasser, etwa für die Larven von Libellen oder kleine Krebstiere. Da es heimisch ist, fügt es sich perfekt in das ökologische Gleichgewicht Deines Wassergartens ein. Wenn Du klares Wasser und Leben im Teich möchtest, ist diese Pflanze genau die richtige Wahl für Dich.
Natürlicher Wasserklärer: Schafft klares Wasser und Schutz für Teichbewohner.
Als heimische Wasserpflanze ist das Zwerg-Laichkraut ein Motor für die biologische Vielfalt unter der Wasseroberfläche. Durch den hohen Nährstoffumsatz klärt es das Wasser und verbessert die Sauerstoffbilanz, wovon alle Teichbewohner profitieren. Die dichten Bestände bieten dem Bergmolch (Ichthyosaura alpestris) und anderen Amphibien sichere Verstecke vor Fressfeinden. Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen ist das Geflecht zudem ein bevorzugter Eiablageplatz für Wasserinsekten. Die Ausbreitung erfolgt oft über sehr leichte Samen (0,9 mg), die von Wasservögeln in neue Gewässer getragen werden. Es trägt somit zur Vernetzung von Lebensräumen bei, ohne dabei invasiv zu wirken.
Bitte beachte, dass das Zwerg-Laichkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Das liegt primär an der Gefahr, die von offenen Wasserstellen für Kleinkinder ausgeht, und weniger an einer Giftigkeit der Pflanze selbst. Achte darauf, dass Dein Gartenteich für Enkelkinder oder Haustiere gesichert ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.447 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 6: Wähle einen Platz im Halbschatten oder in der Sonne; zu dunkle Teiche hemmen das Wachstum.
Feuchte 12: Diese Art ist eine reine Wasserpflanze und muss permanent unter der Wasseroberfläche stehen.
Naehrstoffe 7: Pflanze sie in nährstoffreichen/fetten Boden oder einen gut eingefahrenen Teich, da sie viele Nährstoffe zum Gedeihen braucht.
Reaktion 7: Das Wasser sollte kalkhaltig / basisch sein; in sehr sauren Milieus fühlt sich das Kraut unwohl.
Wuchshoehe: Beachte bei der Standortwahl die fixe Höhe von 0,45 m für die passende Wassertiefe.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Einsetzen in den Teich ist das Frühjahr (März bis Mai).
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, Du kannst aber zu dichte Bestände im Spätsommer mit der Harke vorsichtig auslichten.
Gute Partnerin: Die Weiße Seerose (Nymphaea alba) – sie teilt den Hunger nach Nährstoffen und ergänzt das feine Unterwasserkraut durch ihre großen Schwimmblätter.
Das Zwerg-Laichkraut gehört zur Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind stehende oder langsam fließende, nährstoffreiche Gewässer, die oft einen kalkhaltigen (basischen) Charakter aufweisen. Als krautige Unterwasserpflanze erreicht es eine Wuchshöhe von genau 0,45 m. Eine Besonderheit ist die geringe Blattfläche von nur 33,06 mm², was die Pflanze sehr widerstandsfähig gegenüber Wasserbewegungen macht und die effiziente Aufnahme von Mineralien über die gesamte Oberfläche ermöglicht.
1 Video zu Zwerg-Laichkraut (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →