Bild folgtKI-generierte IllustrationPotamogeton pusillus agg.
Artengruppe
4
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Zwerg-Laichkraut (Potamogeton pusillus agg.) an seinen zarten, untergetauchten Trieben, die im Wasser eine dichte, grüne Struktur bilden. Diese heimische Wasserpflanze ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines lebendigen Gartenteichs, da sie unter der Oberfläche wertvollen Lebensraum schafft. Besonders Wasservögel wie die Reiherente (Aythya fuligula) und die Stockente (Anas platyrhynchos) profitieren von den Beständen, die ihnen sowohl Schutz als auch Nahrung bieten. Wenn du die Wasserqualität in deinem Gartenbiotop auf natürliche Weise unterstützen möchtest, liegst du mit dieser Art genau richtig. Du förderst damit ein komplexes Ökosystem, das weit über das bloße Auge hinausreicht.
Heimische Unterwasser-Oase: Lebensraum und Buffet für unsere Wildenten.
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In deinem Garten übernimmt diese Pflanze die Rolle einer Kinderstube und Vorratskammer. Nach aktuellen Daten ist sie eine wichtige Nahrungsgrundlage für die Schnatterente (Mareca strepera) und die Tafelente (Aythya ferina). Die winzigen Samen haben ein Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von nur 0,9 mg, was eine Fernausbreitung (Verbreitung über weite Strecken, oft durch Vögel) begünstigt. Unter Wasser bieten die Triebe mit einer Blattfläche von 33,06 mm² pro Blatt wichtige Versteckmöglichkeiten für aquatische Kleinstlebewesen. Damit stärkst du die gesamte Nahrungskette deines Teiches, von der Libellenlarve bis zum Wasservogel.
Das Zwerg-Laichkraut ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Da die Pflanze ausschließlich in tieferem Wasser wächst, sollten Teichbesitzer mit kleinen Kindern ohnehin besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Im Falle eines Unfalls oder bei Fragen zum Verzehr ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.447 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle eine Stelle im Halbschatten (Lichtwert 6), wo die Pflanze etwa drei bis sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Wassertiefe: Da die Pflanze Feuchtigkeitswert 9 (im Wasser lebend) hat, muss sie dauerhaft untergetaucht in der Tiefwasserzone stehen.
Boden: Nutze einen normalen Teichboden für Mittelzehrer (Pflanzen mit moderatem Nährstoffbedarf); ein Lehm-Sand-Gemisch ist ideal.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für das Einsetzen ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange das Wasser noch nicht gefroren ist.
Einpflanzen: Setze die Triebe in Pflanzkörbe, um die Ausbreitung zu kontrollieren und ein Aufschwimmen zu verhindern.
Pflege: Da die Pflanze nicht verholzt, ist kein klassischer Rückschnitt nötig; abgestorbene Teile können im Frühjahr entfernt werden.
Partnerpflanze: Eine gute Nachbarin ist die Krebsschere (Stratiotes aloides) – sie hat ähnliche Ansprüche an kalkhaltiges Wasser und bietet ergänzenden Lebensraum für Teichbewohner.
Das Zwerg-Laichkraut gehört zur Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae) und wird als indigen (ursprünglich einheimisch) eingestuft. Es besiedelt natürlicherweise stehende oder langsam fließende Gewässer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als krautige, nicht verholzte Pflanze erreicht sie eine Wuchshöhe von genau 0,45 m. Botanisch zeichnet sie sich durch ihren breitblättrigen (flächig ausgeprägten) Blatttyp aus, was in der Unterwasserwelt für eine große Oberfläche zur Sauerstoffproduktion sorgt. Die Art bevorzugt kalkhaltige oder basische (einen hohen pH-Wert aufweisende) Standorte und mäßig warmes Wasser.
1 Video zu Zwerg-Laichkraut (Artengruppe)

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →