Bild folgtKI-generierte IllustrationPotamogeton rutilus
Auch bekannt als: Potamogeton rutilus
Mit ihren rötlich schimmernden, untergetauchten Trieben fällt das Rötliche Laichkraut (Potamogeton rutilus) im klaren Wasser sofort auf. Da diese Art auf der Roten Liste steht und vom Aussterben bedroht ist, holst du dir eine echte botanische Kostbarkeit in deinen Garten. Sie dient im Teich als wichtiger Sauerstofflieferant und bietet feine Strukturen, die unter Wasser als wertvoller Rückzugsort für Kleinstlebewesen fungieren. In deinem Naturgarten trägst du aktiv zum Erhalt einer extrem seltenen heimischen Pflanze bei. Hast du schon einen sonnigen Platz in deinem Teich für diesen besonderen Gast reserviert?
Botanische Kostbarkeit: Rette eine vom Aussterben bedrohte Art in deinem Teich.
Als Art der Roten Liste 1 (vom Aussterben bedroht) ist das Rötliche Laichkraut ein bedeutender Baustein für die nationale Biodiversität. In deinem Garten dient es als lebende Genbank für eine schwindende Spezies. Die unter Wasser liegenden Blätter bieten einen wichtigen Lebensraum für das Zooplankton (mikroskopisch kleine Wassertiere), welches wiederum die Basis der Nahrungskette im Teich bildet. Da es Sauerstoff direkt ins Wasser abgibt, stabilisiert es das ökologische Gleichgewicht deines Gartenteichs. Durch die Ansiedlung förderst du die Vielfalt in einem oft unterschätzten Lebensraum.
Bitte beachte, dass das Rötliche Laichkraut laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft ist. Auch wenn keine spezifischen Giftstoffe für diese seltene Art gelistet sind, sollte der Kontakt mit kleinen Kindern vorsorglich gemieden werden. Generell ist bei tiefen Wasserstellen im Garten immer Vorsicht geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.387 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
• Ellenberg Licht 7: Wähle für deinen Teich einen vollsonnigen Standort, damit die Pflanze ausreichend Energie für den rötlichen Austrieb sammeln kann.
• Ellenberg Feuchte 12: Das Kraut benötigt dauerhaft nasses Milieu, es wächst idealerweise komplett untergetaucht im tieferen Wasserbereich.
• Ellenberg Reaktion 8: Achte auf kalkhaltiges (basisches) Wasser; in sehr weichem oder saurem Regenwasser gedeiht es weniger gut.
• Ellenberg Nährstoffe 5: Ein Boden mit mäßigem Nährstoffgehalt ist perfekt – vermeide Überdüngung durch zu viel Fallaub im Teich.
• Wuchshöhe: Plane mit einer Länge von genau 0.39 m, womit es auch für kleinere Becken oder Kübel geeignet ist.
• Pflanzzeit: Setze die Triebe im Frühjahr zwischen März und Mai in Pflanzkörbe mit feinkörnigem Substrat.
• Gute Partnerin: Die Ährige Tausendblatt (Myriophyllum spicatum) ist eine ideale Begleiterin, da sie ebenfalls kalkreiches Wasser bevorzugt und die Struktur des Teichgrunds bereichert.
Das Rötliche Laichkraut gehört zur Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae) und zur Gattung der Laichkräuter (Potamogeton). Als indigene (einheimische) Art ist es in Deutschland, Österreich und der Schweiz beheimatet, allerdings fast überall extrem selten. Sein natürlicher Lebensraum sind saubere, kalkhaltige Stillgewässer. Morphologisch zeichnet es sich als nicht verholzte, krautige Pflanze aus, die trotz ihrer Zugehörigkeit zu den eher schmalblättrigen Vertretern in Fachdatenbanken als breitblättrig geführt wird und vollständig untergetaucht lebt.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →