Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla crantzii
Auch bekannt als: Fragaria crantzii
4
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
An den leuchtend gelben Schalenblüten und den typisch gefingerten, behaarten Blättern lässt sich das Zottige Fingerkraut (Potentilla crantzii) sofort erkennen. Diese zierliche Pflanze ist eine Spezialistin für karge Standorte und bringt alpine Natürlichkeit in deinen Garten. Mit einer Wuchshöhe von gerade einmal 0,09 m bildet sie niedrige Teppiche, die besonders in Steingärten oder auf Mauerkronen zur Geltung kommen. Da sie kalkhaltige Böden bevorzugt, bereichert sie Standorte, an denen viele andere Gartenpflanzen versagen. Wenn du eine robuste und langlebige Art suchst, die auch mit kühleren Lagen bestens zurechtkommt, machst du mit diesem Fingerkraut alles richtig.
Alpine Ausdauer auf 9 Zentimetern: Die sonnenhungrige Spezialistin für Kalkböden.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Das Zottige Fingerkraut besetzt eine wichtige ökologische Nische auf basenreichen Magerrasen und Felsstandorten. Durch seine Blütezeit im Juni und Juli stellt es ein verlässliches Angebot in der Hochsommerphase dar, wenn viele Frühjahrsblüher bereits verblüht sind. Eine Besonderheit ist die Ausbreitungsstrategie: Die extrem leichten Samen (Diasporen) werden vom Wind davongetragen, was die Besiedlung von neuen, isolierten Standorten im Garten und in der Landschaft ermöglicht. Als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder indigen ist) ist sie perfekt in das regionale Ökosystem integriert und stabilisiert die Pflanzengemeinschaft auf kargen Böden.
Bitte beachte, dass das Zottige Fingerkraut in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine spezifischen Giftstoffe für diese Art hervorgehoben werden, sollte ein Verzehr vermieden werden. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme und bei Unwohlsein wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für Haustiere liegen keine Warnhinweise vor.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.089 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort im Garten, der mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Bodenbeschaffenheit: Achte auf einen kalkhaltigen und mageren (nährstoffarmen) Untergrund; arbeite bei Bedarf etwas Kalkschotter ein.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, aber überschüssiges Wasser muss durch einen guten Wasserabzug schnell abfließen können.
Pflanzzeit Frühling: Setze Jungpflanzen idealerweise zwischen März und Mai, damit sie vor der Hitze einwurzeln.
Pflanzzeit Herbst: Auch eine Pflanzung von September bis November ist möglich, solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Wuchshöhe beachten: Mit nur 0,09 m Höhe sollte die Pflanze nicht von starkwüchsigen Nachbarn bedrängt oder beschattet werden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig; lass die Pflanze nach der Blüte im Juli in Ruhe ausreifen.
Gute Partnerin: Der Alpen-Wundklee (Anthyllis vulneraria subsp. alpestris) passt hervorragend, da er ähnliche Ansprüche an Kalk und Licht stellt.
Das Zottige Fingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist als indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst kalkhaltige Magerwiesen und alpine Felsfluren, die durch basische Bodenreaktionen geprägt sind. Botanisch zeichnet sich die krautige Pflanze durch ihre behaarten Blätter und Stängel sowie die flachen, fünfzähligen Blüten aus. Mit einem Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,4849 mg sind die Samen extrem leicht, was dem Zottigen Fingerkraut die Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht.
2 Videos zu Zottiges Fingerkraut


3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →