Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla supina
Auch bekannt als: Niederliegendes Fingerkraut, potentille couchée, Potentille Étalée
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Arten
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dokumentiert
Typisch für das Niedrige Fingerkraut sind seine zarten, gelben Blüten und die gefiederten Blätter, die sich oft flach über den Boden ausbreiten oder bis zu 0,6 m aufsteigen. Diese heimische Wildpflanze ist ein echter Geheimtipp, wenn du feuchtere Stellen in deinem Garten ökologisch aufwerten möchtest. Besonders die Bärtige Sandbiene (Andrena barbilabris) steuert das Fingerkraut gezielt an, um Nektar und Pollen zu sammeln. Da die Pflanze auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Mit ihrer langen Blütezeit bis in den Oktober hinein hilfst du den Insekten über die nahrungsarme Zeit im Spätsommer hinweg. Wenn du einen sonnigen, aber frischen Platz hast, wird sich dieses Fingerkraut bei dir sehr wohlfühlen.
Blühender Artenschutz: Fünf Monate Nektar für die seltene Bärtige Sandbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert insbesondere die Bärtige Sandbiene (Andrena barbilabris) von den offenen, schalenförmigen Blüten des Niedrigen Fingerkrauts. Da die Blütezeit von Juni bis Oktober reicht, stellt die Pflanze über fünf Monate hinweg eine verlässliche Nahrungsquelle dar. Die winzigen Samen sind mit einem Gewicht von nur 0,12 mg extrem leicht, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Im Winter dienen die stehengebliebenen Fruchtstände als Rückzugsort für Kleinstlebewesen und bieten Vögeln winzige Samenkörner als Zusatzfutter. Da die Art als gefährdet gilt (Rote Liste V), ist ihre Erhaltung im Garten ein wichtiger Baustein für die regionale Biodiversität.
Das Niedrige Fingerkraut wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, auch wenn Fingerkräuter allgemein nicht als hochgiftig bekannt sind. Im Falle eines unbeabsichtigten Verzehrs kontaktiere bitte zur Sicherheit den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.239 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 bis 8 Stunden direktem Licht (Ellenberg Lichtwert 8).
Boden: Ein normaler Gartenboden, der weder zu mager noch übermäßig gedüngt ist (Mittelzehrer), ist ideal.
Feuchtigkeit: Halte den Boden stets frisch bis feucht (Ellenberg Feuchtewert 8); die Pflanze verträgt keine längeren Trockenperioden.
Pflanzzeit Frühling: Setze die Jungpflanzen zwischen März und Mai in die Erde, sobald der Boden bearbeitbar ist.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November kannst du pflanzen, solange noch kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Schneide die Pflanze im Herbst nicht zurück, damit die leichten Samen (0,12 mg) ausreifen und sich natürlich ausbreiten können.
Pflanzpartner: Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) ist eine hervorragende Partnerin, da sie ähnliche Ansprüche an feuchte, sonnige Standorte stellt und das ökologische Profil ergänzt.
Das Niedrige Fingerkraut (Potentilla supina) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine indigen (einheimisch) vorkommende Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein natürlicher Lebensraum sind oft Uferbereiche oder wechselfeuchte Pionierstandorte, was sich in seinem hohen Bedürfnis nach Feuchtigkeit widerspiegelt. Die Pflanze wächst krautig und erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,6 m, wobei sie nicht verholzt. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch war) ist sie fest in unserem Ökosystem verwurzelt und bevorzugt als Mittelzehrer Böden mit mäßigem Nährstoffgehalt.
2 Videos zu Niedriges Fingerkraut


•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →