Bild folgtKI-generierte IllustrationPrimula hirsuta
Auch bekannt als: Behaarte Schlüsselblume
Wer die Behaarte Primel (Primula hirsuta) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren klebrig-behaarten, breit-eiförmigen Blättern und den leuchtend violetten bis rosafarbenen Blüten mit weißem Schlund ist sie eine echte Erscheinung. Im Garten ist sie besonders wertvoll, da sie als extrem seltene Art (Rote Liste R) einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in den Alpenregionen leistet. Auch wenn sie klein bleibt, ist sie ein wichtiger Bestandteil spezialisierter Lebensräume wie Felsspalten. Mit ihrer Ansiedlung bewahrst Du ein Stück alpines Erbe, das in der freien Natur unter Druck steht. Wenn Du einen Steingarten oder karge Flächen hast, ist sie die ideale Wahl für Dich.
Alpine Kostbarkeit: Schütze eine der seltensten Primeln direkt in Deinem Garten.
Obwohl für diese spezifische Art derzeit keine detaillierten Bestäuberdaten in unserer Datenbank vorliegen, hat sie einen hohen ökologischen Wert durch ihre Seltenheit. Mit dem Status R auf der Roten Liste gehört sie zu den extrem seltenen Arten, deren Erhalt oberste Priorität hat. Ihre Blütezeit von April bis Juli schließt eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot karger Gebirgslagen. Da sie als Archäophyt oder indigen gilt, ist sie tief in das heimische Ökosystem eingewoben. Durch die Pflanzung in Deinem Garten sicherst Du die Existenz einer Pflanze, die in der freien Wildbahn kaum noch Rückzugsräume findet und förderst so die floristische Vielfalt Deiner Region.
Bitte beachte, dass die Behaarte Primel nicht kindersicher ist. Wie viele Vertreter der Primelgewächse enthält sie Stoffe, die bei Berührung Hautirritationen hervorrufen können. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, dennoch ist die Pflanze nicht für den Verzehr geeignet und sollte außerhalb der Reichweite von Haustieren gepflanzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.06 m
Wähle für die Behaarte Primel einen Platz in der vollen Sonne aus.
Der Boden sollte stets frisch (mäßig feucht) sein, aber keine Staunässe bilden.
Achte darauf, dass das Substrat mager (nährstoffarm) ist, da die Pflanze ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist.
Zu viel Dünger schadet ihr mehr, als dass er nutzt; verzichte am besten ganz darauf.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Setze sie bevorzugt in Felsspalten oder zwischen Steine, um ihren natürlichen Standort nachzuahmen.
Zur Pflege gehört lediglich das Entfernen vertrockneter Blätter, um Fäulnis zu vermeiden.
Vermehren kannst Du sie am einfachsten durch das vorsichtige Teilen der Rosetten nach der Blütezeit.
Achte im Sommer darauf, dass der Boden bei starker Hitze nicht komplett austrocknet.
Eine gute Partnerin ist der Gegenblättrige Steinbrech (Saxifraga oppositifolia).
Beide teilen die Vorliebe für karge, frische Standorte und besiedeln in der Natur die gleiche Pflanzengesellschaft der Felsfluren.
Die Behaarte Primel (Primula hirsuta) gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) innerhalb der Ordnung der Heidekrautartigen. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die Alpen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wobei sie bevorzugt auf kalkarmen Gesteinen in der alpinen Höhenstufe wächst. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre bodenständigen Blattrosetten aus, die mit winzigen Drüsenhaaren besetzt sind – ein Schutzmechanismus gegen Austrocknung und Fraßfeinde. Als Indigen (einheimische Art) ist sie perfekt an die klimatischen Bedingungen unserer Hochgebirge angepasst.
1 Video zu Behaarte Primel

•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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