Bild folgtKI-generierte IllustrationPrimula vulgaris
Auch bekannt als: Stängellose Schlüsselblume, Erd-Primel, Stengellose Schlüsselblume, Schaftlose Schlüsselblume
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
18
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Schaftlose Primel (Primula vulgaris) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre hellgelben Blüten mit dem dunkleren Auge sitzen einzeln auf kurzen Stielen direkt in der Blattrosette, statt an einem hohen Schaft emporzuwachsen. Als eine der ersten Nahrungsquellen im Vorfrühling ist sie für früh fliegende Insekten wie die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) lebensnotwendig. Auch der seltene Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) profitiert von ihrem Erscheinen. Da sie auf der Roten Liste der gefährdeten Arten (Stufe 3) steht, holst du dir mit ihr ein Stück schützenswerte Natur direkt in deinen Garten. Mit dieser Primel hilfst du dabei, unsere heimische Artenvielfalt aktiv zu bewahren.
Frühstart für den Artenschutz: Lebenswichtiger Nektar ab Februar.
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Diese Primel ist eine überlebenswichtige Tankstelle im Vorfrühling. Zu den wichtigsten Besuchern zählen die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Als Raupenfutterpflanze bietet sie Nahrung für spezialisierte Nachtfalter wie die Primel-Erdeule, die Triangel-Bodeneule und den Buchen-Blattspanner. Auch Blattwespen wie die Rübsenblattwespe (Athalia rosae) suchen die Pflanze gezielt auf. Sogar die Rötelmaus nutzt die Bestände im Garten. Durch die frühe Blüte ab Februar schließt sie die kritische Versorgungslücke für Insekten, bevor die meisten anderen Gartenpflanzen erwachen.
Die Schaftlose Primel ist nicht als kindersicher eingestuft. Sie enthält Primin, einen Stoff, der bei Kontakt mit der Haut Reizungen oder allergische Reaktionen auslösen kann. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen und trage beim Hantieren mit der Pflanze vorsichtshalber Gartenhandschuhe.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Feb – Apr
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle für die Schaftlose Primel einen halbschattigen Platz, idealerweise unter laubabwerfenden Gehölzen.
Der Boden sollte humos und gleichmäßig frisch sein, was einer mäßigen Bodenfeuchte ohne Staunässe entspricht.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte beim Einsetzen darauf, dass der Boden offen und frostfrei ist.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen) eingeht, verzichte auf chemische Dünger.
Ein Rückschnitt ist nicht nötig; lass die Pflanze im Sommer in Ruhe, damit sie sich über Samen versorgen kann.
In trockenen Frühjahren solltest du regelmäßig wässern, damit die Blütezeit nicht verkürzt wird.
Eine Vermehrung ist durch vorsichtige Teilung der Horste nach der Blüte möglich.
Gute Partnerin: Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa). Beide besiedeln den gleichen Lebensraum am Gehölzrand und ergänzen sich optisch wie ökologisch perfekt im zeitigen Frühjahr.
Die Schaftlose Primel gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als Indigen (ursprünglich einheimisch) verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst lichte Laubwälder und schattige Gebüschränder auf frischen, nährstoffreichen Böden. Botanisch zeichnet sie sich durch den fehlenden gemeinsamen Blütenstiel aus, was sie deutlich von der Schlüsselblume unterscheidet. Die runzeligen, wintergrünen Blätter bilden eine bodennahe Rosette, aus der die Blüten von Februar bis April direkt entspringen.
40 Arten interagieren mit dieser Pflanze
18 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
28 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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