Bild folgtKI-generierte IllustrationPrunella grandiflora subsp. grandiflora
Auch bekannt als: Prunella grandiflora subsp. grandiflora
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An den auffallend großen, violetten Lippenblüten, die in dichten, kopfigen Ähren über dem Boden stehen, lässt sich die Große Braunelle (Prunella grandiflora subsp. grandiflora) sofort erkennen. Im Gegensatz zur Kleinen Braunelle sind ihre Blüten deutlich kräftiger und die Pflanze bildet dichte, teppichartige Bestände. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie besonders wertvoll für seltene Falter wie den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) ist. Da sie in der Natur auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, wird sie dich als robustes Kraftpaket begeistern.
Majestätischer Zwerg: 15 cm geballte Kraft für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Große Braunelle eine unverzichtbare Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Dickkopffalter profitieren von ihrem Nektarangebot, darunter Arten wie Muschampia tessellum, Muschampia mohammed sowie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) und Carcharodus lavatherae. Auch der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) nutzt sie regelmäßig als Nahrungsquelle. Mit einem Diasporengewicht von 1,0374 mg sind die Samen sehr leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Im Winter bieten die markanten, vertrockneten Blütenstände wertvollen Unterschlupf für kleine Wirbellose. Da sie als gefährdete Art der Vorwarnliste gilt, fördert ihre Pflanzung direkt die regionale Biodiversität.
Die Große Braunelle wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn sie keine hochgiftige Pflanze ist, solltest du in Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren darauf achten, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der spezifischen Blütenform bei uns kaum möglich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.15 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 8: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz, sie benötigt viel Licht für eine kräftige Blüte.
Bodenbeschaffenheit: Sie ist ein Schwachzehrer (Magerpflanze). Der Boden sollte eher nährstoffarm sein; dünge sie daher nicht.
Feuchtigkeit: Der Standort sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe musst du jedoch vermeiden.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in die Erde.
Wuchshöhe: Mit genau 0,15 m eignet sie sich ideal als Vordergrundbepflanzung oder für Steingärten.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet ihre leichten Samen (Diasporen) über den Wind; lass die Samenstände daher im Herbst stehen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber die Selbstaussaat regulieren.
Gute Partnerin: Der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) — er teilt die Vorliebe für sonnige Magerstandorte und ergänzt das ökologische Angebot für Insekten perfekt.
Als Mitglied der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) gehört die Große Braunelle zur Ordnung der Lippenblütlerartigen. Sie ist in Mitteleuropa indigen (eine bei uns ursprünglich einheimische Art) und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Kiefernwälder. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von exakt 0,15 m und wächst als ausdauernde, krautige Pflanze, die nicht verholzt. Charakteristisch sind ihre breitblättrigen, eiförmigen Blätter und die vierkantigen Stängel, die typisch für die Gattung der Braunellen sind. Sie bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenreaktionen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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