Bild folgtKI-generierte IllustrationPrunus spinosa subsp. spinosa
Schon von weitem fällt die Schlehe (Prunus spinosa subsp. spinosa) durch ihren dichten, verholzten Wuchs als Strauch oder kleiner Baum auf. Als heimisches Rosengewächs ist sie ein wertvoller Bestandteil unserer Natur und fördert die regionale Artenvielfalt direkt in deinem Garten. Da ihre schweren Samen vor allem durch Tiere verbreitet werden, lockt sie verschiedene Bewohner an, die für die Verteilung der Früchte sorgen. Mit einer Wuchshöhe von 2,05 m bietet sie Struktur und Schutz, ohne den Garten zu überwuchern. Wenn du ein robustes Gehölz suchst, das hervorragend mit Trockenheit zurechtkommt, machst du mit der Schlehe alles richtig. Hol dir diesen Charakterkopf in den Garten und schaffe einen sicheren Rückzugsort für unsere Tierwelt.
Naturnaher Rückzugsort: Die 2,05 m hohe Schlehe fördert die regionale Vielfalt.
Nach aktuellen ökologischen Daten leistet die Schlehe einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der heimischen Fauna. Ihre schweren Diasporen (Ausbreitungseinheiten) wiegen 140,68 mg, was eine Ausbreitung durch Tiere begünstigt und sie somit zu einer relevanten Nahrungsquelle macht. Der dichte, verholzte Wuchs bietet vielen Tierarten einen geschützten Raum für die Aufzucht von Nachkommen oder als Rückzugsort vor Fressfeinden. Da sie sehr lichtbedürftig ist, fördert sie an sonnigen Stellen ein warmes Mikroklima (lokales Kleinklima). Die Blattfläche von 419,61 mm² trägt zur Bodenbeschattung bei, während der Strauch gleichzeitig Trockenperioden (Feuchtezahl 3) problemlos übersteht. Als heimisches Gehölz ist sie fest in die regionalen Lebensgemeinschaften integriert.
Die Blätter und Samen (Steine) der Schlehe enthalten blausäurehaltige Verbindungen wie Amygdalin und Prunasin und sind bei Einnahme giftig. Achte besonders darauf, dass Kinder die Steine der Früchte nicht verschlucken, da Vergiftungsgefahr besteht. Im Notfall kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Apr – Apr
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
2.054 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 7), damit der Strauch kräftig gedeiht.
Boden: Ideal ist ein trockener Untergrund (Feuchtestufe 3), da die Schlehe empfindlich auf zu viel Nässe reagiert.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf, Stufe 5) benötigt sie keinen zusätzlichen Dünger.
pH-Wert: Achte auf eine neutrale bis schwach saure Bodenreaktion (Stufe 6) für ein gesundes Wachstum.
Pflanzzeit: Setze die Schlehe im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst ab September bis zum ersten Frost.
Wuchs: Plane fest mit einer Endhöhe von 2,05 m und einem dichten, verholzten Aufbau ein.
Sicherheit: Da der Strauch nicht kindersicher ist, pflanze ihn bevorzugt in Randbereiche deines Gartens.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) — sie teilt die Vorliebe für sonnige, neutrale Standorte und ergänzt den Fuß des Strauchs ökologisch sinnvoll.
Die Schlehe gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst sonnige Standorte auf trockenen, neutralen bis schwach sauren Böden (Ellenberg-Reaktion 6). Botanisch gesehen handelt es sich um ein verholztes, breitblättriges Gehölz, das eine präzise Wuchshöhe von 2,05 m erreicht. Die Blattfläche ist mit 419,61 mm² eher kompakt, was eine gute Anpassung an mäßig warme Standorte (Ellenberg-Temperatur 4) darstellt. Die Vermehrung erfolgt über schwere Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit einem Gewicht von etwa 140 mg.
3 Videos zu Schlehe
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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