Bild folgtKI-generierte IllustrationPseudofumaria lutea
Auch bekannt als: Gelbe Lerchensporn, Pseudofumaria lutea
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Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die goldgelben Traubenblüten und das fein gefiederte, blaugrüne Laub, die dem Gelben Scheinerdrauch (Pseudofumaria lutea) sein farnartiges Aussehen verleihen. Die Pflanze ist ein wahrer Überlebenskünstler für karge Stellen wie Mauerfugen oder Steingärten. Ökologisch ist sie wertvoll, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten dem seltenen Schwarzen Apollo (Parnassius mnemosyne) als Nektarquelle dient. Auch Hummelarten wie die Wiesenhummel (Bombus pratorum) schätzen das langanhaltende Angebot von Mai bis Oktober. Wenn du eine robuste Art suchst, die Lücken im Garten charmant schließt, ist dieser Mohngewächs-Verwandte genau richtig für dich.
Goldgelbe Mauerkünstlerin: Ein Nektarquell von Mai bis Oktober.
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Mit einer außergewöhnlich langen Blütezeit von Mai bis Oktober bietet die Art ein verlässliches Nahrungsfenster. Sie ist eine wichtige Nektarquelle für den Schwarzen Apollo (Parnassius mnemosyne), einen Schmetterling mit besonderen Schutzbedürfnissen. Ebenso profitieren verschiedene Hummelarten von dem Angebot: Nachweislich besuchen die Waldhummel (Bombus sylvarum), die Wiesenhummel (Bombus pratorum) und die Heidehummel (Bombus jonellus) die gelben Blüten regelmäßig. Da die Pflanze bis in den späten Herbst hinein blüht, schließt sie wertvolle Trachtlücken, wenn viele andere heimische Wildpflanzen ihren Dienst bereits eingestellt haben.
Der Gelbe Scheinerdrauch ist nicht als kindersicher eingestuft. Wie viele Mohngewächse enthält er Alkaloide, die bei Verzehr giftig wirken können. Im Garten mit kleinen Kindern solltest du ihn daher eher an unzugänglichen Stellen wie Mauerkronen oder in hohen Pflanzgefäßen ansiedeln. Eine Verwechslung mit stark giftigen heimischen Arten ist aufgrund der spezifischen gelben Blütenform und des Standorts unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
Der Gelbe Scheinerdrauch bevorzugt halbschattige bis schattige Plätze, kommt aber bei genügend Feuchtigkeit auch mit Sonne zurecht.
Wähle einen Standort mit durchlässigem, kalkhaltigem Boden; ideal sind Mauerritzen oder Steingärten.
Die Pflanze verträgt normale Bodenfeuchte, schätzt aber einen Wasserabfluss ohne Staunässe.
Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Eine Düngung ist meist nicht nötig, da die Art an karge Verhältnisse angepasst ist.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Selbstaussaat in Ritzen und Fugen.
Ein Rückschnitt nach dem ersten Flor kann die Vitalität fördern, ist aber für die ökologische Wirkung nicht erforderlich.
Gute Partnerin: Die Mauerraute (Asplenium ruta-muraria) - beide besiedeln natürlicherweise denselben Lebensraum in Gesteinsfluren und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Gelbe Scheinerdrauch (Pseudofumaria lutea) gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Er ist in Deutschland und Österreich verbreitet und besiedelt bevorzugt sickerfrische Mauern sowie kalkhaltige Felsspalten. Die Pflanze wächst ausdauernd und bildet dichte Horste, die etwa 30 Zentimeter Höhe erreichen. Charakteristisch sind die gespornten Blüten, die typisch für die Unterfamilie der Erdrauchgewächse sind. Da die Art eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), also eine Symbiose mit Bodenpilzen, eingeht, ist sie bestens an die Nährstoffaufnahme in steinigen Nischen angepasst.
2 Videos zu Gelber Scheinerdrauch


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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