
Pseudorchis albida
Auch bekannt als: Satyrium albidum
Du erkennst die Gewöhnliche Weißzunge an ihren zierlichen, gelblich-weißen Blütenständen, die dicht mit kleinen Einzelblüten besetzt sind. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.16 m ist sie eine eher unauffällige, aber ökologisch höchst wertvolle Kostbarkeit für deinen Garten. Da die Pflanze auf der Roten Liste (Gefährdungsgrad 3) steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer bedrohten heimischen Art. Sie ist eine krautige Pflanze (nicht verholzend), die besonders gut auf nährstoffarmen Standorten gedeiht. Wenn du diese Orchidee bei dir aufnimmst, holst du dir ein echtes Juwel der heimischen Flora direkt in dein Gartenbeet.
Bedrohte Schönheit: Hol dir eine echte Wildorchidee von 0.16 m in deinen Garten.
Die Gewöhnliche Weißzunge ist eine wichtige Zeigerpflanze für intakte, nährstoffarme Ökosysteme. Da keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, liegt ihr ökologischer Wert primär in ihrer Seltenheit und ihrem Status als Rote-Liste-Art (Kategorie 3: gefährdet). Mit ihrer Blütezeit von Juni bis August schließt sie eine wichtige Lücke im sommerlichen Blütenangebot auf Magerwiesen. Als Schwachzehrer fördert sie die Vielfalt im Boden, da sie auf Symbiosen mit Bodenpilzen angewiesen ist. Durch ihren Erhalt in deinem Garten trägst du zur Sicherung des genetischen Pools dieser gefährdeten Orchideenart bei.
Die Gewöhnliche Weißzunge wird als nicht kindersicher eingestuft. Orchideengewächse sollten grundsätzlich nicht verzehrt werden, auch wenn keine akute Giftigkeit bekannt ist. Aufgrund ihres Status als geschützte und gefährdete Art sollte sie ohnehin nur aus zertifizierten Quellen bezogen und im Garten als reines Beobachtungsobjekt behandelt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.165 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8: mindestens 6 Stunden direkte Sonne).
Achte auf einen frischen Boden (Feuchtewert 5: mäßig feucht, darf nicht völlig austrocknen).
Sorge für ein nährstoffarmes Substrat (Schwachzehrer: magerer Boden, niemals düngen).
Pflanze die Orchidee idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst vor dem ersten Frost.
Da die Pflanze nur 0.16 m hoch wird, solltest du sie nicht neben stark wüchsige Arten setzen.
Vermeide Bodenbearbeitung im direkten Umkreis, um die Mykorrhiza (Pilzsymbiose) nicht zu schädigen.
Lasse die verblühten Stängel bis zum Winter stehen, damit die Pflanze über ihre Knollen Kraft sammeln kann.
Gute Partnerin: Die Blutwurz (Potentilla erecta) – sie hat ähnliche Standortansprüche und verdrängt die kleine Orchidee aufgrund ihres moderaten Wuchses nicht.
Die Gewöhnliche Weißzunge (Pseudorchis albida) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (ursprünglich heimisch). Ihr natürlicher Lebensraum umfasst vor allem Magerwiesen (nährstoffarme Grasländer) und Bergmatten im sonnigen Bereich. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre wechselständigen, breitblättrigen Blätter aus, die eine Fläche von etwa 601.25 mm² erreichen. Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist sie perfekt an karge Böden angepasst und lebt in einer engen Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Pflanzenwurzeln und Bodenpilzen).
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_364035667
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