Bild folgtKI-generierte IllustrationPseudorchis albida subsp. albida
Auch bekannt als: Pseudorchis albida subsp. albida
Typisch für die Gewöhnliche Weißzunge (Pseudorchis albida subsp. albida) sind ihre aufrechten, dichten Blütenstände mit den charakteristischen, gelblich-weißen Einzelblüten. In deinem Garten ist diese Orchidee ein Zeichen für höchste ökologische Qualität, da sie als gefährdete Art der Roten Liste 3 gilt. Sie zeigt dir an, dass du einen wertvollen, nährstoffarmen Standort bewahrst. Durch ihre AM-Mykorrhiza (Wurzel-Pilz-Symbiose) ist sie eng mit dem Bodenleben vernetzt. Wenn du ein Fan von seltenen Alpen- und Heidepflanzen bist, ist sie genau die richtige Wahl für dich. Hast du schon einen passenden mageren Platz für diese Seltenheit gefunden?
Gefährdete Schönheit: Hol dir die seltene Weißzunge als 0,16 m kleines Wunder.
Nach aktuellen Daten leistet die Gewöhnliche Weißzunge einen wichtigen Beitrag zur biologischen Vielfalt als Spezialistin für Schwachzehrer-Standorte (Magerwiesen). Besonders bedeutsam ist ihre AM-Mykorrhiza (eine Form der Wurzel-Pilz-Gemeinschaft), die den Nährstoffaustausch im Boden fördert. Da sie auf der Roten Liste 3 steht, dient sie als wichtiger Rückzugsort für die genetische Diversität heimischer Orchideen. Sie fungiert als Zeigerpflanze für intakte, kalkhaltige Ökosysteme. Da für diese Art keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt ihr Hauptwert im Erhalt dieses bedrohten und spezialisierten Lebensraums.
Die Gewöhnliche Weißzunge ist als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt vor allem an ihrem Status als streng geschützte Pflanze der Roten Liste 3. Sie reagiert extrem empfindlich auf Trittschäden oder das Ausgraben. In einem Garten mit spielenden Kindern sollte sie daher an einem ruhigen, ungestörten Ort stehen, um dieses seltene Naturerbe vor Beschädigungen zu schützen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.165 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg-Lichtwert 9: Wähle einen vollsonnigen Platz, sie benötigt unbeschattetes Licht.
Ellenberg-Feuchtewert 5: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), vermeide aber unbedingt Staunässe.
Ellenberg-Nährstoffwert 2: Als Schwachzehrer (Magerpflanze) benötigt sie nährstoffarmen Boden; dünge sie niemals.
Bodenbeschaffenheit: Der Standort muss kalkhaltig / basisch sein (Reaktionswert 9), um ihre Bedürfnisse zu erfüllen.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchshöhe: Achte auf ihre geringe Höhe von 0,16 m, damit sie nicht von wüchsigen Nachbarn überdeckt wird.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze nach der Samenreife natürlich oberirdisch absterben.
Gute Partnerin: Das Mittlere Zittergras (Briza media) – es bevorzugt die gleichen mageren Bedingungen und bedrängt die Orchidee nicht.
Die Gewöhnliche Weißzunge (Pseudorchis albida subsp. albida) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist eine in Deutschland heimische Art. Ihr natürlicher Lebensraum sind Magerwiesen (nährstoffarme Wiesen) und alpine Rasen, vor allem auf kalkhaltigem / basischem Untergrund. Sie ist an kühle (alpine/nördliche) Klimalagen angepasst. Morphologisch zeichnet sie sich durch eine exakte Wuchshöhe von 0,16 m und ihre breitblättrige Gestalt aus. Als ausdauernde krautige Pflanze überdauert sie den Winter als Knolle geschützt im Boden.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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