Bild folgtKI-generierte IllustrationPteridium aquilinum subsp. aquilinum
Auch bekannt als: Pteridium aquilinum subsp. aquilinum
Typisch für den Adlerfarn sind seine riesigen, dreifach gefiederten Wedel, die im Garten ein dichtes, grünes Blätterdach bilden. Als eine der größten einheimischen Farnarten bietet er wertvollen Schutzraum und Deckung für Amphibien und kleine Säugetiere in schattigen Gartenbereichen. Da er sich über seine Rhizome (unterirdische Wurzelstöcke) ausbreitet, festigt er den Boden an Hängen und unter Gehölzen zuverlässig. In deinem Garten schafft er eine urzeitliche Atmosphäre und benötigt nach dem Anwachsen kaum Pflege. Du solltest ihm jedoch ausreichend Platz geben, damit er seine volle Pracht entfalten kann, ohne andere Pflanzen zu bedrängen.
Urzeitlicher Riese mit 1,61 m Höhe für naturnahe Waldgarten-Ecken.
Der Adlerfarn übernimmt im Ökosystem eine wichtige Funktion als Strukturpflanze, die großflächige Deckung für bodenbewohnende Tiere bietet. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, liegt sein ökologischer Wert primär in der Schaffung von Mikroklimata (kleinräumiges Klima) unter seinen großen Wedeln. Diese Wedel mindern zudem die Bodenerosion (Bodenabtragung durch Regen), indem sie den Aufprall von Wassertropfen dämpfen. Durch seine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) trägt er zur Stabilität des Boden-Netzwerks bei. Im Winter dienen die abgestorbenen, braunen Wedel als wichtiges Winterquartier für Nützlinge wie Erdkröten oder Igel.
Vorsicht geboten: Der Adlerfarn ist in allen Pflanzenteilen giftig und als nicht kindersicher eingestuft. Er sollte daher nicht in Gärten gepflanzt werden, in denen kleine Kinder oder Haustiere spielen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.612 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), geschützt vor der heißen Mittagssonne.
Der Boden sollte frisch bzw. mäßig feucht sein (Feuchtezahl 5), wobei Staunässe vermieden werden muss.
Da der Farn ein Schwachzehrer ist (Ellenberg Nährstoffe 3), gedeiht er am besten auf magerem, ungedüngtem Boden.
Achte auf ein saueres Bodenmilieu (Reaktionszahl 3), idealerweise mit einer Schicht aus Laubmulch.
Die Pflanze erreicht eine stattliche Wuchshöhe von genau 1,61 m, plane daher ausreichend Platz ein.
Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Eine Vermehrung erfolgt meist selbstständig über die Rhizome (unterirdische Kriechsprosse).
Gute Partnerin: Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) – sie teilt die Vorliebe für saure, magere Waldböden im Halbschatten.
Der Adlerfarn (Pteridium aquilinum subsp. aquilinum) gehört zur Familie der Adlerfarngewächse (Dennstaedtiaceae) und ist als Indigen (einheimische Art) in ganz Mitteleuropa verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst lichte Wälder, Kahlschläge und Heiden auf eher nährstoffarmen, sauren Böden. Auffällig ist sein enormes Wuchspotenzial durch weit verzweigte, unterirdische Ausläufer. Die Pflanze bildet keine Blüten, sondern vermehrt sich über Sporen (mikroskopisch kleine Vermehrungszellen), die an den Unterseiten der Blätter reifen.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →