Bild folgtKI-generierte IllustrationPuccinellia distans
Auch bekannt als: Puccinellia limosa, Sumpf-Salzschwaden
Artengruppe
Du erkennst den Gewöhnlichen Salzschwaden an seinen locker ausgebreiteten, oft rötlich überlaufenen Rispen (verzweigte Blütenstände) und dem zierlichen, bodennahen Wuchs. Da dieses Gras indigen (einheimisch) ist, passt es hervorragend in unsere Gärten und unterstützt die regionale Artenvielfalt an spezialisierten Standorten. Es besiedelt Nischen, die für viele andere Pflanzen zu salzhaltig oder kalkreich sind, und fördert so die Bodenökologie durch seine Symbiose mit Pilzen. Mit seinen leichten Samen trägt es zur natürlichen Dynamik im Garten bei, ohne aufdringlich zu wirken. Wenn du eine Schwachstelle im Garten hast, an der im Winter Streusalz landet, ist dies die perfekte Wahl für dich. Probiere es als robusten Lückenfüller aus.
Zierlicher Salzspezialist: Robuster Bodenkünstler für sonnige Kalkstandorte.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist der Gewöhnliche Salzschwaden ein wichtiger Spezialist für salzbeeinflusste Standorte. Seine Diasporen (Samen) sind mit 0.1948 mg extrem leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Durch die Blütezeit von Juli bis Oktober bietet das Gras in der späten Saison Struktur und Schutz für bodennahe Lebewesen. Die Blattfläche von 137.52 mm² trägt zur Bodenbeschattung in kleinen Nischen bei. Da die Art kalkhaltige Böden bevorzugt, fördert sie die floristische Vielfalt in basenreichen Gärten. Obwohl spezifische Insektenbeziehungen in den vorliegenden Daten nicht gelistet sind, ist das Gras als einheimische Art fest im regionalen Ökosystem verankert.
Der Gewöhnliche Salzschwaden wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Da bei Gräsern oft scharfe Kanten oder mechanische Reizungen auftreten können, sollten Kinder beim Kontakt beaufsichtigt werden. In Notfällen oder bei Unfällen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.188 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit das Gras seine typischen Blütenstände voll ausbilden kann.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) gehalten werden, da die Pflanze einen hohen Feuchtebedarf (Feuchtewert 7) hat.
Setze die Pflanze in normalen Gartenboden (Mittelzehrer), eine zusätzliche Düngung ist meist nicht erforderlich.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 7), um den natürlichen Bedürfnissen zu entsprechen.
Nutze das Frühjahr (März-Mai) oder den Herbst (September bis zum Frost) als ideale Pflanzzeit.
Halte die Wuchshöhe von genau 0.19 m bei der Planung im Beetvordergrund im Blick.
Die Vermehrung erfolgt durch Selbstaussaat über leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die vom Wind getragen werden.
Ein Rückschnitt ist im Spätwinter möglich, lass die Halme aber für die Struktur im Garten über den Winter stehen.
Gute Partnerin: Strand-Grasnelke (Armeria maritima) — sie teilt die Vorliebe für sonnige, salztolerante Standorte und ergänzt das Gras optisch.
Der Gewöhnliche Salzschwaden (Puccinellia distans) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und gilt als Archäophyt (Pflanzen, die bereits vor 1492 bei uns heimisch waren). Sein natürlicher Lebensraum umfasst Binnensalzstellen und kalkhaltige Feuchtwiesen, wobei er heute oft an Straßenrändern zu finden ist. Morphologisch auffällig sind seine breitblättrigen Halme und die geringe Wuchshöhe von nur 0.19 m. Die Pflanze ist nicht verholzt und geht im Boden eine Verbindung mit Mykorrhizapilzen (AM - Pilze zur besseren Nährstoffaufnahme) ein.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →