Bild folgtKI-generierte IllustrationPuccinellia maritima
Auch bekannt als: Andel, Strandschwingel, Andelgras
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen dichten, oft bläulich-grünen Halmpolstern lässt sich der Strand-Salzschwaden (Puccinellia maritima) sofort erkennen. Dieses Gras ist ein spezialisierter Überlebenskünstler, der im Naturgarten vor allem für die Förderung seltener Falter wichtig ist. Es dient als unverzichtbare Raupenfutterpflanze für die Gelbbraune Stengeleule (Gortyna flavago) und lockt in Küstennähe die Ringelgans (Branta bernicla) an. Da es auch auf kalkhaltigen Böden gut gedeiht, schließt es ökologische Nischen, in denen andere Gräser aufgeben. Wenn du eine sonnige, feuchte Stelle hast, kannst du mit diesem Gras einen echten Beitrag zum Artenschutz leisten.
Kompakter Küstenkünstler: Die Heimat für die seltene Gelbbraune Stengeleule.
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In der ökologischen Vernetzung deines Gartens spielt dieses Gras eine gezielte Rolle. Es ist die primäre Raupenfutterpflanze für die Gelbbraune Stengeleule (Gortyna flavago), deren Fortbestand von solchen Gräsern abhängt. Für die Ringelgans (Branta bernicla) stellt es eine wichtige Nahrungsquelle dar, was besonders in küstennahen Gärten relevant ist. Mit einem leichten Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von 0,4982 mg sorgt die Pflanze durch Windausbreitung selbst für den Erhalt ihres Bestandes. Auch wenn es kein klassischer Nektarspender ist, bietet das dichte Grasgefüge Schutz für Bodenlebewesen. Es fördert somit die Biodiversität in feuchten Gartenbereichen auf eine sehr spezialisierte Weise.
Der Strand-Salzschwaden wird in Fachdaten als nicht kindersicher eingestuft, was meist an den scharfkantigen Blättern der Süßgräser liegt, an denen man sich schneiden kann. Er ist jedoch nicht giftig für Menschen oder Haustiere. Achte beim Pflanzen einfach darauf, ihn nicht direkt an schmale Spielpfade zu setzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.248 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Licht 9), da das Gras keine Beschattung verträgt.
Bodenfeuchte: Halte die Erde konstant feucht bis nass (Feuchte 8), ideal ist die Nähe zu Wasserstellen.
Nährstoffe: Der Boden sollte eine mittlere Nährstoffversorgung bieten (Mittelzehrer).
Bodenbeschaffenheit: Achte auf kalkhaltige oder basische Bedingungen (Reaktion 7) im Substrat.
Pflanzzeit: Setze das Gras im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Bodenvorbereitung: Eine schwere, wasserspeichernde Erde kommt den natürlichen Bedürfnissen am nächsten.
Rückschnitt: Schneide die alten Halme erst im späten Winter zurück, um Überwinterungsplätze zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Strand-Grasnelke (Armeria maritima) ergänzt den Salzschwaden ideal, da sie ähnliche kalkhaltige Standorte bevorzugt und einen farbigen Kontrast bildet.
Der Strand-Salzschwaden gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum sind Salzwiesen und Küstenbereiche, er kommt aber auch mit anderen feuchten Standorten zurecht. Mit einer Wuchshöhe von 0,25 m bleibt er kompakt und bildet als ausläufertreibendes Gras dichte Teppiche. Morphologisch zeichnet er sich durch seine unauffälligen Blütenrispen aus, die zwischen Juni und September erscheinen.
3 Videos zu Strand-Salzschwaden



•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →