Bild folgtKI-generierte IllustrationPulmonaria montana subsp. montana
Unverwechselbar ist das Knollen-Lungenkraut (Pulmonaria montana subsp. montana) durch seine kräftig behaarten, meist ungefleckten Blätter und die trichterförmigen Blüten, die im Aufblühen von einem rötlichen Ton in ein tiefes Blauviolett übergehen. Als einheimische Wildpflanze ist sie ein wertvoller Bestandteil unserer regionalen Waldrand-Ökosysteme in Deutschland und der Schweiz. In Deinem Garten machst Du alles richtig, wenn Du diese Art förderst, da sie als standorttreue Pflanze perfekt an unsere klimatischen Bedingungen angepasst ist. Da sie bevorzugt im Halbschatten wächst, belebt sie dunklere Ecken unter Gehölzen zuverlässig. Du unterstützt damit die biologische Vielfalt, indem Du eine regionaltypische Art erhältst. Schau ihr einfach beim Wachsen zu – sie ist herrlich unkompliziert.
Heimische Waldrand-Schönheit: Das robuste Knollen-Lungenkraut für Deinen Garten.
Als indigene (einheimische) Art ist das Knollen-Lungenkraut ein wichtiger Baustein für die Stabilität unserer lokalen Lebensräume. Heimische Pflanzen wie diese sind über Jahrtausende mit der hiesigen Tierwelt koevolviert und bieten verlässliche Strukturen in bodennahen Schichten. Mit einem Status von (*) auf der Roten Liste gilt sie aktuell als ungefährdet, doch ihre Förderung sichert die genetische Vielfalt in Siedlungsräumen. Da sie speziell an Standorte an Waldrändern angepasst ist, schließt sie ökologische Nischen in Deinem Garten, die Zierpflanzen oft nicht ausfüllen können. Die Pflanze dient als regionaltypischer Bestandteil eines gesunden Naturhaushalts. Durch ihren Wuchs trägt sie zur Bodenfestigung und zum Kleinklima im Halbschatten bei.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft und sollte nicht verzehrt werden. Sie enthält, wie viele Raublattgewächse, sekundäre Pflanzenstoffe zum Schutz vor Fraßfeinden. Da die Blätter und Stängel sehr rau behaart sind, empfiehlt es sich, bei empfindlicher Haut Handschuhe zu tragen, um leichte mechanische Reizungen zu vermeiden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Wähle für das Knollen-Lungenkraut einen Standort im Halbschatten, da es die pralle Mittagssonne nicht gut verträgt.
Der Boden sollte „frisch“ sein, was bedeutet, dass die Erde eine gleichmäßige, mäßige Feuchtigkeit aufweisen muss.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt sie mit ganz normalem, humosem Gartenboden bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange kein Frost herrscht.
Lockere den Boden vor dem Einsetzen gut auf und mischen bei Bedarf etwas reifen Kompost unter.
Eine Düngung mit Kunstdünger ist nicht nötig; eine jährliche Gabe von organischem Material im Frühjahr reicht völlig aus.
Sollten die Blätter nach der Blüte unansehnlich werden, kannst Du sie bodennah zurückschneiden, um den Neuaustrieb anzuregen.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch die Teilung des Wurzelstocks im Spätherbst.
Achte darauf, die Pflanze bei extremer Sommertrockenheit zusätzlich zu wässern.
Gute Partnerin: Die Wald-Segge (Carex sylvatica) – beide teilen die Vorliebe für frische Waldböden und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Blattstrukturen.
Das Knollen-Lungenkraut gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) innerhalb der Ordnung der Borretschartigen (Boraginales). Es ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt dort bevorzugt lichte Laubmischwälder sowie schattige Waldsäume. Morphologisch zeichnet es sich durch seine raue Behaarung und die breit-lanzettlichen Grundblätter aus, die im Gegensatz zu anderen Lungenkräutern oft keine hellen Flecken besitzen. Zur Überdauerung nutzt die Pflanze ein kräftiges Rhizom (einen unterirdisch kriechenden Spross), aus dem sie jedes Frühjahr zuverlässig austreibt.
3 Videos zu Knollen-Lungenkraut



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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