Bild folgtKI-generierte IllustrationPulmonaria officinalis agg.
Artengruppe
Du erkennst das Gefleckte Lungenkraut sofort an seinen markanten, weiß gefleckten Blättern und den trichterförmigen Blüten, die ihre Farbe im Laufe der Blütezeit von Rosa nach Blau wechseln. Als eine der ersten Nektarquellen im Jahr ist diese heimische Staude für die Natur in deinem Garten von großer Bedeutung, da sie Nahrung bietet, wenn viele andere Arten noch ruhen. Die Pflanze ist ein typischer Bewohner unserer Laubwälder und bringt diese natürliche Waldatmosphäre direkt in schattige Gartenbereiche. Wenn du eine Ecke unter Sträuchern hast, in der sonst wenig wächst, ist das Lungenkraut eine ideale und pflegeleichte Wahl für dich.
Farbwechsel im Schatten: Dein heimischer Frühstarter für naturnahe Gärten.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist das Gefleckte Lungenkraut als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eingestuft und somit tief in unserem Ökosystem verwurzelt. Besonders hervorzuheben ist die Symbiose mit der Arbuskulären Mykorrhiza (AM, eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), welche die Nährstoffaufnahme der Pflanze verbessert. Obwohl spezifische Bestäuberdaten in der aktuellen Basis fehlen, fungiert die Art aufgrund ihrer frühen Blütezeit als essentielle Ressource für die Insektenwelt zu Beginn der Saison. Ihr Status auf der Roten Liste ist als ungefährdet markiert, was sie zu einer stabilen Komponente für die Biodiversität im Siedlungsraum macht.
Das Gefleckte Lungenkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Die borstige Behaarung der Blätter kann bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen, und die Pflanze enthält Inhaltsstoffe, die nicht für den Verzehr geeignet sind. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht bei Beachtung der typischen Blattflecken und der Behaarung in der Regel nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Alpine
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Das Lungenkraut fühlt sich an Standorten wohl, die seinem natürlichen Waldheimat entsprechen: halbschattig bis schattig und ohne direkte Mittagssonne.
Boden: Ideal ist eine humose (reich an zersetzter organischer Substanz), nährstoffreiche Erde, die gleichmäßig frisch bis feucht bleibt.
Pflanzzeit: Du kannst die Staude am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November setzen.
Pflege: Nach der Blüte empfiehlt sich ein Rückschnitt der alten Blütentriebe, um den Austrieb der dekorativen Blattrosetten zu fördern.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks nach der Blüte ist die einfachste Methode, um die Pflanze im Garten zu verbreiten.
Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist die Gewöhnliche Haselwurz (Asarum europaeum). Beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige, lehmige Waldböden und ergänzen sich optisch durch den Kontrast zwischen den matten, gefleckten Blättern des Lungenkrauts und dem glänzenden Laub der Haselwurz.
Das Gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis agg.) gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Es handelt sich um eine Artengruppe, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet ist und vor allem in nährstoffreichen Laubmischwäldern vorkommt. Charakteristisch ist die borstige Behaarung der oberirdischen Pflanzenteile und der Farbwechsel der Blütenkrone, der durch eine Änderung des pH-Wertes (Säuregrad) im Zellsaft signalisiert wird. Als ausdauernde krautige Pflanze überdauert sie den Winter mittels eines unterirdischen Rhizoms (ein kriechender Wurzelstock).
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•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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