Bild folgtKI-generierte IllustrationPulsatilla alpina subsp. apiifolia
An ihren schwefelgelben Glockenblüten und den fein zerteilten, fast farnartigen Blättern lässt sich die Gelbe Alpen-Küchenschelle (Pulsatilla alpina subsp. apiifolia) sofort erkennen. Als Gartenbesitzer leistest du mit dieser Pflanze einen aktiven Beitrag zum Artenschutz, da sie in der Natur als vom Aussterben bedroht (Rote Liste 1) eingestuft wird. Sie ist eine Charakterpflanze der Hochalpen und bringt die kühle Eleganz der Bergwiesen direkt in deinen Steingarten. Da sie spezifische Ansprüche an das Kleinklima stellt, ist sie etwas für Fortgeschrittene, die ihre Schätze genau beobachten. Wenn du einen sonnigen, eher kühlen Platz hast, wird sie dich jedes Jahr aufs Neue mit ihrer frühen Blüte begeistern.
Vom Aussterben bedroht: Hol dir dieses seltene alpine Juwel in deinen Garten.
Durch die Pflanzung der Gelben Alpen-Küchenschelle schaffst du ein Refugium für eine der seltensten Pflanzen unserer Heimat, da sie auf der Roten Liste 1 als vom Aussterben bedroht geführt wird. In deinem Garten übernimmt sie die Rolle eines ökologischen Ankers für spezialisierte Hochgebirgsarten. Da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten früh im Jahr blüht, stellt sie eine wertvolle Ressource dar, wenn andere Gebirgspflanzen noch im Winterschlaf sind. Ihre seidigen Samenköpfe bieten zudem Struktur und potenzielles Nistmaterial für die lokale Fauna. Die Erhaltung dieser indigenen Art in Gartenkultur unterstützt direkt die genetische Vielfalt innerhalb Deutschlands und der Schweiz.
Die Gelbe Alpen-Küchenschelle ist nicht kindersicher und in allen Pflanzenteilen giftig. Sie enthält Stoffe, die bei Kontakt Hautreizungen und bei Verzehr schwere Vergiftungserscheinungen auslösen können. Achte darauf, sie außerhalb der Reichweite von Haustieren zu pflanzen. Im Notfall kontaktieren Sie bitte sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8) mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne.
Klima: Da sie an alpine Kälte angepasst ist (Temperaturwert 2), meide hitzestauende Südwände.
Boden: Der Untergrund muss mager sein (Nährstoffwert 2); verwende zur Abmagerung reichlich Granit- oder Quarzsplitt.
Feuchtigkeit: Halte den Boden mäßig feucht (Feuchtewert 4), sorge aber durch eine Drainage (Wasserabzugsschicht) für perfekten Abfluss.
Bodenreaktion: Die Erde sollte neutral bis schwach sauer sein (Reaktionswert 4), vermeide kalkhaltige Zusätze.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März-Mai) oder Herbst (September-November) in den Boden.
Pflege: Entferne im Frühjahr vorsichtig alte Blätter, aber lass die markanten Samenstände im Sommer als Schmuck stehen.
Vermehrung: Die Pflanze ist ein Kaltkeimer und sät sich an zusagenden Stellen langsam selbst aus.
Partner: Die Silberwurz (Dryas octopetala) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen alpinen Standortansprüche teilt.
Die Gelbe Alpen-Küchenschelle gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und zur Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales). Sie ist in den Alpen und im Jura indigen (ursprünglich einheimisch) und besiedelt dort bevorzugt alpine Matten und Magerrasen. Eine Besonderheit ist ihre Behaarung, die als Verdunstungsschutz und Wärmespeicher in rauen Höhenlagen dient. Als Arbuskuläre Mykorrhiza-Pflanze (AM) lebt sie in einer engen Symbiose mit Bodenpilzen, die sie mit Nährstoffen versorgen. Ihr natürlicher Lebensraum ist geprägt durch nährstoffarme, neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse.
3 Videos zu Gelbe Alpen-Küchenschelle
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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