Bild folgtKI-generierte IllustrationPulsatilla pratensis subsp. nigricans
Auch bekannt als: Pulsatilla pratensis subsp. nigricans
Unverwechselbar ist die Schwärzliche Wiesen-Küchenschelle durch ihre fast schwarzen, glockenförmig nach unten hängenden Blüten, die mit einem dichten, silbrigen Haarkleid überzogen sind. Diese behaarte Schönheit ist für den Naturgarten besonders wertvoll, da sie als gefährdete Art (Rote Liste 2) einen hohen Schutzstatus genießt. Indem du ihr einen Platz schenkst, hilfst du aktiv dabei, dieses seltene Juwel unserer heimischen Flora zu erhalten. Auch nach der Blüte bleibt sie mit ihren fedrigen, silbrigen Samenständen ein echter Blickfang im Beet. Hast du ein sonniges, trockenes Plätzchen mit magerem Boden für sie frei?
Rarität im Garten: Schütze die gefährdete Küchenschelle auf magerem Boden.
Da diese Art auf der Roten Liste der Stufe 2 geführt wird, stellt jede Ansiedlung im Garten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der regionalen Biodiversität dar. Sie fungiert als Trittsteinbiotop in einer zunehmend fragmentierten Landschaft. Die Pflanze lebt in einer Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhiza-Pilzen, was das biologische Gleichgewicht und die Vitalität des Bodens fördert. Ihre frühe Blütezeit im April macht sie zu einem wichtigen Bestandteil des regionalen Ökosystems, wenn viele andere Magerwiesenpflanzen noch nicht blühen. Durch ihre Standorttreue ist sie eine beständige Komponente für naturnahe Gartenbereiche. Da sie als Schwachzehrer gilt, hilft sie dabei, die Nährstoffarmut wertvoller Magerstandorte stabil zu halten.
Die Schwärzliche Wiesen-Küchenschelle ist in allen Teilen giftig und wird daher als nicht kindersicher eingestuft. Ein direkter Kontakt mit dem Pflanzensaft kann Hautreizungen verursachen, weshalb das Tragen von Gartenhandschuhen bei der Pflege ratsam ist. In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren sollte sie an einem ungestörten Platz stehen, wo sie nur aus der Ferne bewundert wird.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Ellenberg Feuchte 3: Der Boden sollte dauerhaft trocken sein; Staunässe führt unweigerlich zum Verfaulen der Wurzeln.
Ellenberg Nährstoffe 2: Setze sie in mageres Substrat ohne Düngergaben; ein zu hohes Nährstoffangebot verträgt sie nicht.
Ellenberg Reaktion 7: Ein kalkhaltiger oder basischer Boden ist für ihre Entwicklung optimal.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Einsetzen ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Samenstände über den Winter stehen, um die Pflanze zu schützen.
Boden: Sorge für eine gute Drainage, indem du bei schweren Böden reichlich Sand oder feinen Kies einarbeitest.
Gute Partnerin: Das Echte Labkraut (Galium verum) ist eine ideale Begleiterin, da es die gleichen Standortansprüche teilt und ökologisch perfekt harmoniert.
Die Schwärzliche Wiesen-Küchenschelle (Pulsatilla pratensis subsp. nigricans) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Kiefernwälder auf basenreichen Böden. Auffällig ist die dichte, zottige Behaarung der gesamten Pflanze, die sie effektiv vor Verdunstung und Spätfrösten schützt. Als indigen geltende Art ist sie in Deutschland heimisch, kommt jedoch aufgrund des Verlusts ihrer speziellen Lebensräume nur noch selten vor.
3 Videos zu Schwärzliche Wiesen-Küchenschelle
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →