Bild folgtKI-generierte IllustrationPulsatilla pratensis subsp. pratensis
Auch bekannt als: Pulsatilla pratensis subsp. pratensis
Wer die Wiesen-Küchenschelle einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren tief violetten, oft leicht nickenden Glockenblüten und dem seidig behaarten Laub ist sie ein echtes Juwel im Garten. Da sie in der Natur auf der Roten Liste als stark gefährdet (Stufe 2) geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Als indigenes (ursprünglich heimisches) Gewächs ist sie perfekt an unsere Klimabedingungen angepasst. Wenn du einen sonnigen Platz mit durchlässigem Boden hast, wirst du viel Freude an dieser langlebigen Staude haben. Machst du mit?
Rote-Liste-Juwel: Schütze eine der seltensten Naturschönheiten direkt bei dir.
Mit der Pflanzung dieser nach der Roten Liste 2 stark gefährdeten Art förderst du aktiv die regionale Biodiversität. Nach aktuellen Erkenntnissen geht die Wiesen-Küchenschelle eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen) ein, was die Bodengesundheit in deinem Garten stärkt. Als Frühblüher im April bietet sie ein wichtiges Nahrungsangebot für die Insektenwelt zu einer Zeit, in der das Angebot oft noch knapp ist. Da sie indigen ist, ist sie tief in das heimische Ökosystem eingebunden. Die fedrigen Samenstände dienen später im Jahr als natürliches Material für den Nestbau oder werden durch den Wind verbreitet.
Die Wiesen-Küchenschelle ist nicht kindersicher und in allen Teilen giftig. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann Hautreizungen verursachen, weshalb du beim Pflanzen Handschuhe tragen solltest. Bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze als Lichtpflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne benötigt.
Der Boden muss sehr durchlässig und eher nährstoffarm sein; bei schwerem Boden solltest du Sand oder feinen Kies einarbeiten.
Sorge für eine gute Drainage (Abflusssystem für Wasser), um Staunässe zu vermeiden, die besonders im Winter schädlich ist.
Pflanzzeit: Setze die Küchenschelle idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Lasse die Pflanze nach dem Anwachsen möglichst ungestört, da sie eine tiefe Pfahlwurzel bildet und Verpflanzen schlecht verträgt.
Eine Düngung ist nicht erforderlich, da sie als Magerkeitszeiger (Pflanze für nährstoffarme Böden) an karge Verhältnisse angepasst ist.
Schneide die verblühten Stängel nicht sofort ab, die fedrigen Samenstände sind bis in den Sommer hinein sehr dekorativ.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt die Vorliebe für trockene Standorte und ergänzt die Küchenschelle ökologisch perfekt.
Die Wiesen-Küchenschelle (Pulsatilla pratensis subsp. pratensis) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in Deutschland heimisch und besiedelt natürlicherweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie lichte Kiefernwälder. Charakteristisch ist die dichte Behaarung der krautigen Pflanze, die als Verdunstungsschutz dient. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder als indigen gilt) ist sie ein fester Bestandteil unserer Flora, auch wenn ihre natürlichen Bestände stark zurückgehen.
3 Videos zu Wiesen-Küchenschelle
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →