Bild folgtKI-generierte IllustrationPuschkinia scilloides
Auch bekannt als: Gewöhnliche Kegelblume, Kegelblume
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Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Puschkinie (Puschkinia scilloides) durch ihre zartblauen bis weißlichen Glockenblüten auf, die jeweils einen markanten blauen Längsstreifen auf den Blütenblättern tragen. Diese kleine Zwiebelpflanze ist im zeitigen Frühjahr eine entscheidende Energiequelle, wenn das Nahrungsangebot in der Natur noch knapp ist. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene und Falter wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) profitieren von ihrem frühen Nektarangebot. Da sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist, fügt sie sich perfekt in deinen naturnahen Garten ein. Mit dieser Wahl stellst du sicher, dass die ersten Bestäuber nach dem Winter nicht vor leeren Tellern stehen.
Zartblauer Frühstart: Die lebenswichtige erste Tankstelle für Wildbienen.
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Als einer der ersten Blüher im Gartenjahr schließt die Puschkinie eine gefährliche Versorgungslücke für Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine wichtige Anlaufstelle für die Rotbeinige Furchenbiene, die bereits bei niedrigen Temperaturen nach Pollen sucht. Auch Honigbienen nutzen die Pflanze intensiv zur ersten Stärkung des Volkes. Unter den Schmetterlingen ist vor allem der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) zu beobachten, wie er an den porzellanfarbenen Blüten Nektar trinkt. Durch die Mykorrhiza-Symbiose trägt die Pflanze zudem zur Stabilität und Gesundheit des Boden-Ökosystems bei.
Die Puschkinie ist nicht kindersicher, da alle Pflanzenteile, insbesondere die Zwiebel, giftige Wirkstoffe enthalten. Sie sollte daher nicht in Gärten gepflanzt werden, in denen kleine Kinder oder Haustiere unbeaufsichtigt an Pflanzen knabbern könnten. Eine Verwechslung mit essbaren Frühjahrskräutern wie Bärlauch ist aufgrund der schmalen Blätter und des fehlenden Knoblauchgeruchs jedoch unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mär – Apr
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz, idealerweise unter laubabwerfenden Gehölzen.
Boden: Die Erde sollte durchlässig und frisch sein; Staunässe (stehendes Wasser) verträgt die Zwiebel nicht.
Pflanzzeit: Du kannst die Zwiebeln im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden offen und nicht gefroren ist.
Pflanztiefe: Setze die Zwiebeln etwa 5 bis 8 Zentimeter tief in die Erde.
Pflege: Lass das Laub nach der Blüte unbedingt stehen, bis es vergilbt ist, damit die Pflanze die Nährstoffe für das nächste Jahr in die Zwiebel zurückführen kann.
Vermehrung: Die Puschkinie vermehrt sich durch kleine Tochterzwiebeln und bildet mit der Zeit hübsche Teppiche.
Kombinationsempfehlung: Gute Nachbarn sind das Echte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) oder das Leberblümchen (Hepatica nobilis).
Ökologische Begründung: Diese heimischen Arten teilen sich denselben Standort und ergänzen sich optisch sowie ökologisch als frühe Nahrungsquellen für Insekten.
Die Puschkinie (Puschkinia scilloides) gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) und ist eng mit den bekannteren Blausternen verwandt. Sie wächst als Geophyt (Pflanze, die ungünstige Jahreszeiten unter der Erde überdauert) und ist in der gesamten DACH-Region winterhart. Ein besonderes biologisches Merkmal ist ihre Verbindung zur Arbuskulären Mykorrhiza (AM), einer für das bloße Auge unsichtbaren Lebensgemeinschaft zwischen Pflanzenwurzeln und nützlichen Bodenpilzen. Die Pflanze erreicht meist nur eine Höhe von 10 bis 15 Zentimetern und bildet im März kompakte Blütentrauben aus.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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