Bild folgtKI-generierte IllustrationPyrola minor
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Auffaellig sind beim Kleinen Wintergrün vor allem die zarten, weißen oder blassrosa Blüten, die wie fast geschlossene Kugeln an einem aufrechten Stängel hängen. Du erkennst die Pflanze zudem an ihren rundlichen, ledrigen Blättern, die in einer Rosette direkt über dem Boden wachsen. Da die Art mit der Stufe 3 auf der Roten Liste steht, ist sie in der freien Natur gefährdet und braucht unseren Schutz. Im Garten ist sie eine wunderbare Wahl für schattige Plätze, an denen sonst kaum etwas blüht. Auch wenn keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, bereichert sie als seltener Ureinwohner deine Gartenbiodiversität ungemein. Schau doch mal nach, ob du in deinem Garten einen moosigen Winkel für diesen kleinen Waldschatz findest.
Rotes-Liste-Juwel für den Schatten: Blüht im Juli als seltene Waldschönheit.
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Nach aktuellen Daten gilt das Kleine Wintergrün als Charakterart naturnaher Wälder und ist ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt im Schatten. Da die Art in der Roten Liste 3 (gefährdet) aufgeführt ist, leistest du mit ihrer Pflege im Garten einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung dieses seltenen Wildkrauts. Konkrete Daten zu speziellen Insektenbesuchern sind derzeit nicht verfügbar, doch bereichert die Art das lokale Ökosystem in Waldgarten-Bereichen als seltener Spezialist. Die winzigen Samen sind auf den Wind angewiesen und benötigen offene Bodenstellen zur Keimung. In der Schweiz, Österreich und Deutschland ist sie ein schützenswerter Bestandteil der heimischen Flora. Mit ihrer Ansiedlung förderst du die ökologische Stabilität schattiger Gartenareale.
Das Kleine Wintergrün wird als nicht kindersicher eingestuft, da es Inhaltsstoffe wie Gerbstoffe enthalten kann. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte daher vermieden werden, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu verhindern. Aufgrund der markanten Kugelblüten besteht jedoch kaum eine Verwechslungsgefahr mit anderen, stark giftigen Waldpflanzen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Standorte im Halbschatten oder Schatten wählen.
Der Boden sollte kalkarm und humos sein.
Ellenberg Feuchte 5 bedeutet: Sorge für einen gleichmäßig frischen Boden, der niemals ganz austrocknet.
Ellenberg Licht 4 bedeutet: Ein Platz unter Gehölzen ist ideal, da die Pflanze wenig direktes Sonnenlicht benötigt.
Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Da die Art eine Mykorrhiza-Symbiose (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) eingeht, solltest du die Erde um die Wurzeln niemals tief umgraben.
Düngung ist in der Regel nicht nötig, eine dünne Schicht aus Laubkompost im Herbst genügt vollauf.
Vermehrung erfolgt am besten durch vorsichtige Teilung der Ausläufer im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Waldsauerklee (Oxalis acetosella) – beide teilen ähnliche Standortansprüche im schattigen Waldklima und ergänzen sich hervorragend.
Das Kleine Wintergrün (Pyrola minor) ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. In der Natur besiedelt sie bevorzugt moosige Nadel- und Mischwälder auf eher sauren Böden. Auffällig ist die wintergrüne (auch im Winter grün bleibende) Blattrosette, aus der im Sommer der blütentragende Stängel wächst. Da die Art auf der Roten Liste 3 als gefährdet geführt wird, ist ihr Vorkommen in der freien Landschaft stark rückläufig. Sie gehört zu den spezialisierten Waldpflanzen, die auf ein intaktes Bodenleben angewiesen sind.
3 Videos zu Kleines Wintergrün



•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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