Bild folgtKI-generierte IllustrationQuercus cerris
Auch bekannt als: Zerr-Eiche, Zerreiche
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren tief geschlitzten Blättern und den auffällig moosig-behaarten Fruchtbechern der Eicheln lässt sich die Zerreiche (Quercus cerris) sofort erkennen. Dieser majestätische Baum ist ein wertvoller Ankerpunkt für die Artenvielfalt in deinem Garten. Er dient als lebenswichtige Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter wie den Ringelspinner oder die Gelbfleck-Waldschatteneule. Da sie mit Trockenheit besser zurechtkommt als viele heimische Verwandte, ist sie ein zukunftssicherer Schattenspender. Wenn du den nötigen Platz für einen Baumriesen hast, schaffst du hier ein Erbe für Generationen von Vögeln und Insekten. Hast du schon einen geeigneten Standort für diesen Charakterbaum im Blick?
Majestätischer Riese: 33 Meter Lebensraum für Ringelspinner und Waldschatteneule.
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Die Zerreiche ist ein bedeutendes Habitat für die heimische Schmetterlingswelt. Als Raupenfutterpflanze unterstützt sie Arten wie die Nonne (Lymantria monacha), den Ringelspinner und die Gelblinien-Spannereule (Agrochola helvola). Auch die Gelbfleck-Waldschatteneule und der Spanner Ennomos erosaria sind auf sie angewiesen. Ihre großen Blattflächen von 2766.85 mm² leisten einen wichtigen Beitrag zur Photosynthese und Luftreinigung. Im Herbst bieten die schweren Eicheln eine wichtige Energiequelle für Eichelhäher und Kleinsäuger. Durch ihre frühe Blüte im April ist sie ein fester Bestandteil im jahreszeitlichen Rhythmus der Waldökologie.
Die Zerreiche wird als nicht kindersicher eingestuft. Vor allem die unreifen Eicheln und Blätter enthalten Gerbstoffe (Tannine), die bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Im Falle einer Aufnahme sollte zur Sicherheit der Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktiert werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Apr
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
33.034 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz, damit der Baum seine Krone optimal entfalten kann.
Achte auf einen tiefgründigen, gut durchlässigen Boden; Staunässe (stehendes Wasser) verträgt die Zerreiche nicht.
Halte bei der Pflanzung ausreichend Abstand zu Gebäuden, da der Baum 33.03 m hoch wird.
Pflanzzeit Frühling: März bis Mai; Pflanzzeit Herbst: September bis November vor dem ersten Frost.
Wässere Jungbäume in den ersten Jahren bei anhaltender Trockenheit regelmäßig.
Ein Rückschnitt ist kaum nötig, höchstens zur Entfernung von Totholz im Spätwinter.
Da die Eicheln ein schweres Gewicht von 3453.84 mg haben, fallen sie meist direkt unter die Krone; eine gezielte Aussaat ist im Herbst möglich.
Gute Partnerin: Die Hainbuche (Carpinus betulus) — sie verträgt den Halbschatten unter der Eiche und ergänzt sie in einer natürlichen Waldgesellschaft.
Die Zerreiche gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae) und stammt ursprünglich aus dem südlichen Europa sowie Westasien. In unseren Breiten wächst sie in lichten Wäldern und Parks, oft auf kalkhaltigen Böden. Ein morphologisches (gestaltbezogenes) Hauptmerkmal ist die tiefrissige, fast schwarze Borke (äußere Rinde) und die fadenförmigen Nebenblätter an den Knospen. Mit einer exakten Wuchshöhe von 33.03 m gehört sie zu den imposanten Erscheinungen im Gartenraum. Die Bestäubung erfolgt im April durch den Wind, während die schweren Samen auf Tierverbreitung angewiesen sind.
85 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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