
Quercus robur
Auch bekannt als: Sommereiche, Sommer-Eiche
180
Arten
interagieren
274
Interaktionen
dokumentiert
85
Wirtsbeziehungen
Arten
Die Stiel-Eiche erkennst du an ihren typisch gebuchteten Blättern, die am Blattgrund kleine Öhrchen bilden und fast ohne Stiel direkt am Zweig sitzen. Sie ist eine der wichtigsten Schlüsselarten für unsere heimische Natur und bietet Lebensraum für hunderte Lebewesen. Besonders profitieren Raupen wie die des Moosgrünen Eichen-Orreule (Polyploca ridens) oder des Eichen-Blütenspanners (Eupithecia exiguata) von ihrem Laub. Auch für Säugetiere wie die Rötelmaus (Myodes glareolus) ist sie eine unverzichtbare Futterquelle. Wenn du den Platz in deinem Garten hast, pflanzt du mit ihr ein lebendiges Erbe für viele Jahrzehnte.
Ein Baum wie ein Dorf: Lebensraum für hunderte heimische Tierarten.
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Nach aktuellen ökologischen Daten ist die Stiel-Eiche ein biologischer Hotspot. Sie dient als essentielle Raupenfutterpflanze für den Eichen-Sichelflügler (Watsonalla binaria), den Moosgrünen Eichen-Orreule (Polyploca ridens) und den Eichen-Blütenspanner (Eupithecia exiguata). Auch der Ringelspinner (Malacosoma neustria) und die Nonne (Lymantria monacha) sind regelmäßig an ihr zu finden. Die Früchte sind eine lebenswichtige Winterreserve für die Rötelmaus (Myodes glareolus). Zudem geht sie eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) vom Typ EM (Ektomykorrhiza) ein, was die Nährstoffdynamik im Gartenboden massiv verbessert.
Die Stiel-Eiche ist als nicht kindersicher eingestuft, da ihre Blätter und unreifen Früchte reich an Gerbstoffen (zusammenziehende Pflanzenstoffe) sind. Der Verzehr kann bei Kindern oder Haustieren zu Magen-Darm-Reizungen führen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht aufgrund der markanten Blattform nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
45 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz mit ausreichend Raum, da der Baum sehr groß und alt wird.
Boden: Sie bevorzugt tiefgründige, nährstoffreiche und eher feuchte Böden, toleriert aber auch zeitweise Nässe.
Pflanzzeit: Setze junge Bäume am besten im zeitigen Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: In den ersten zwei bis drei Jahren musst du bei sommerlicher Trockenheit regelmäßig gießen, damit die Wurzeln tiefere Schichten erreichen.
Schnitt: Ein Rückschnitt ist bei ausreichendem Platz nicht notwendig; entferne lediglich abgestorbene Äste.
Vermehrung: Die Aussaat erfolgt im Herbst direkt durch die herabgefallenen Eicheln.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Hainbuche (Carpinus betulus). Beide Arten kommen natürlich vergesellschaftet vor und bilden gemeinsam eine robuste, ökologisch wertvolle Gehölzgruppe.
Die Stiel-Eiche (Quercus robur) gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae) und ist in ganz Mitteleuropa indigen (ursprünglich heimisch). Sie besiedelt natürlicherweise tiefgründige Lehmböden in Mischwäldern und Auen. Charakteristisch ist ihre Pfahlwurzel (tief reichende Hauptwurzel) und die im Alter tief rissige Borke (äußerste Rindenschicht). Im Gegensatz zur Trauben-Eiche sitzen ihre Früchte an langen Stielen, was ihr den deutschen Namen eingebracht hat.
3 Videos zu Stiel-Eiche



29 Arten interagieren mit dieser Pflanze
85 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
66 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_649008212
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