Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus leptomeris
Auch bekannt als: Ranunculus leptomeris
Unverwechselbar ist der Feinteilige Gold-Hahnenfuß durch seine glänzend gelben, schalenförmigen Blüten und die tief geschlitzten Blätter, die ihm seinen Namen gaben. Da die Art in Deutschland auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird, holst du dir einen echten Naturschatz in den Garten. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, bereichert diese indigene (einheimische) Pflanze die Artenvielfalt in halbschattigen Bereichen. Durch die Symbiose mit Bodenpilzen, der sogenannten Arbuskulären Mykorrhiza (AM), fördert er zudem ein gesundes Bodenleben. Wenn du ihm ein Plätzchen im Halbschatten gibst, trägst du aktiv zum Erhalt einer selten gewordenen Wildpflanze bei.
Gefährdeter Naturschatz: Hol dir ein leuchtendes Goldstück in den Halbschatten.
Als gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 3) hat der Feinteilige Gold-Hahnenfuß einen hohen Stellenwert für den Artenschutz in Deutschland. Er ist indigen (einheimisch) und somit perfekt an unser Klima angepasst. Die Pflanze lebt in einer engen Arbuskulären Mykorrhiza (AM), einer Form der Wurzel-Pilz-Gemeinschaft, welche die Nährstoffaufnahme verbessert und die Bodenstruktur stabilisiert. Obwohl keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, dienen Hahnenfußgewächse generell als Pollenquelle für spezialisierte Wildbienen und Schwebfliegen. Durch die Pflanzung in deinem Garten schaffst du ein Refugium für eine Pflanze, die in der freien Landschaft immer seltener wird.
Der Feinteilige Gold-Hahnenfuß ist in allen Teilen giftig durch den Inhaltsstoff Protoanemonin. Bei Kontakt kann es zu Hautreizungen kommen, bei Einnahme besteht Vergiftungsgefahr. Er ist daher nicht als kindersicher eingestuft. Im Notfall kontaktiere den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Licht 5), idealerweise unter lichten Gehölzen.
Boden: Der Boden sollte frisch bis mäßig feucht sein (Ellenberg Feuchte 6) und eine neutrale bis schwach saure Bodenreaktion aufweisen.
Nährstoffe: Ein mäßig nährstoffreicher Boden (Ellenberg Nährstoffe 5) ist ideal; herkömmliche Gartenerde ohne Starkdüngung reicht aus.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Wässerung: Achte besonders im Sommer darauf, dass der Boden nie ganz austrocknet, da die Art Feuchtigkeit liebt.
Pflege: Die Pflanze ist pflegeleicht. Lass die Samenstände im Sommer stehen, damit sie sich versamen kann.
Gute Partnerin: Die Buschwindröschen (Anemone nemorosa) passen hervorragend, da sie ähnliche Ansprüche an Licht und Bodenfeuchte stellen und den Frühjahrsaspekt im Garten ergänzen.
Der Feinteilige Gold-Hahnenfuß (Ranunculus leptomeris) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er ist in Deutschland heimisch und gilt als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde oder ohne menschliches Zutun einwanderte). Sein natürlicher Lebensraum sind mäßig warme Standorte mit neutralen Bodenverhältnissen. Morphologisch zeichnet er sich durch seine namensgebenden, fein zerteilten Laubblätter aus, die ihn von anderen Hahnenfuß-Arten unterscheiden. Er ist ein typischer Vertreter der Flora mäßig feuchter Standorte.
3 Videos zu Feinteiliger Gold-Hahnenfuß
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →