Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus megacarpus
Auch bekannt als: Ranunculus megacarpus
An seinen glänzend goldgelben Schalenblüten und den namensgebenden, auffallend großen Früchten lässt sich der Großfrüchtige Gold-Hahnenfuß (Ranunculus megacarpus) sofort erkennen. Er ist ein Spezialist für die schattigen, nährstoffreichen Ecken deines Gartens, an denen er als heimische Art die Bodenbiologie bereichert. Da er eine enge Lebensgemeinschaft mit nützlichen Wurzelpilzen eingeht, fördert er die Gesundheit deines Gartenbodens ganz ohne Chemie. Wenn du die biologische Vielfalt abseits der sonnigen Beete fördern willst, ist dieser Hahnenfuß eine exzellente Wahl. Probiere es aus und schaffe einen wertvollen Lebensraum unter deinen Gehölzen.
Goldener Glanz im Schatten: Ein heimischer Starkzehrer für Kenner.
Obwohl spezifische Bestäubungsdaten für diese seltene Art noch nicht vorliegen, bereichert der Großfrüchtige Gold-Hahnenfuß als indigene Art die strukturelle Vielfalt im Schattenbereich deines Gartens. Seine Präsenz fördert die natürliche Bodenzusammensetzung an Standorten mit hoher Nährstoffkraft. Durch die Symbiose mit AM-Mykorrhizapilzen (spezialisierte Wurzelpilze) stärkt er das unterirdische Netzwerk und den Nährstoffaustausch zwischen benachbarten Pflanzen. Er dient als wertvoller Bestandteil eines naturnahen Gehölzrandes, wo er zur Stabilisierung des Mikroklimas beiträgt. In einem intakten Ökosystem zählt jeder Baustein; gerade solche spezialisierten Arten stärken die Resilienz deiner Grünanlage.
Die gesamte Pflanze ist giftig und enthält den Wirkstoff Protoanemonin. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann zu Hautreizungen führen, bei Einnahme drohen Vergiftungserscheinungen. Halte Kinder und Haustiere fern und trage bei Gartenarbeiten Handschuhe. Im Notfall kontaktiere den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Lichtwert 3: Wähle einen schattigen Standort, an dem die Pflanze vor direkter Mittagssonne geschützt ist.
Feuchtezahl 6: Halte den Boden gleichmäßig frisch (mäßig feucht), da die Art empfindlich auf Austrocknung reagiert.
Nährstoffzahl 7: Als Starkzehrer (nährstoffliebende Pflanze) benötigt er einen Boden mit hohem Humusgehalt und regelmäßigen Kompostgaben.
Reaktionszahl 5: Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein.
Mykorrhiza: Die Pflanze geht eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine Pilz-Wurzel-Symbiose) ein, was die Nährstoffaufnahme verbessert.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Sicherheit: Trage beim Hantieren Handschuhe, da der Saft der Hahnenfußgewächse die Haut reizen kann.
Gute Partnerin: Die Wald-Segge (Carex sylvatica) – sie bevorzugt ebenfalls schattige, nährstoffreiche Standorte und ergänzt den Hahnenfuß optisch ideal.
Der Großfrüchtige Gold-Hahnenfuß gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in Deutschland indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (vor 1492 eingeführt) eingestuft. Er besiedelt natürlicherweise Standorte im Schatten auf frischen, also mäßig feuchten Böden. Eine Besonderheit ist seine Einstufung in der Roten Liste mit dem Status G (Gefährdung unbekannten Ausmaßes), was ihn zu einer schützenswerten Besonderheit im Garten macht. Morphologisch besticht er durch die Kombination aus klassischer Hahnenfuß-Blüte und überdurchschnittlich groß ausgebildeten Sammelfrüchten.
3 Videos zu Großfrüchtiger Gold-Hahnenfuß
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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