Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus montanus agg.
Artengruppe
An den glänzenden, intensiv gelben Schalenblüten lässt sich der Berg-Hahnenfuß (Ranunculus montanus agg.) sofort erkennen. Diese kleine Gebirgspflanze bringt alpine Natürlichkeit in Deinen Garten und eignet sich hervorragend für kühle, kalkreiche Standorte. Da sie bereits früh im Jahr Farbe bekennt, bereichert sie das Nahrungsangebot für die heimische Insektenwelt in einer kritischen Zeit, in der noch wenig blüht. In Deinem Steingarten oder in flachen Pflanzschalen kommt sie aufgrund ihres kompakten Wuchses besonders gut zur Geltung. Wenn Du einen robusten, bodennahen Frühlingsboten für kalkhaltige Böden suchst, machst Du mit dieser Art alles richtig.
Goldener Alpencharme für den Steingarten: Kompakter Frühblüher mit nur 12 cm Höhe.
In der ökologischen Gestaltung übernimmt der Berg-Hahnenfuß die Rolle eines frühen Nektar- und Pollenspenders. Da die Pflanze an kühle Temperaturen angepasst ist, öffnet sie ihre Blüten oft schon dann, wenn andere Arten noch im Winterschlaf verharren. Die glänzenden Oberflächen der Blütenblätter wirken wie kleine Hohlspiegel, die das Sonnenlicht reflektieren und so die Wärme im Inneren der Blüte für suchende Insekten bündeln. Dies macht sie zu einem wichtigen Anlaufpunkt für die ersten Bestäuber des Jahres in Gebirgslagen oder kühlen Gärten. Nach der Blüte bilden sich kleine Nussfrüchte, die zur natürlichen Samenausbreitung am Boden beitragen. Durch seine Standorttreue fördert er zudem die Bodenstabilität in kleinteiligen Felsstrukturen.
Der Berg-Hahnenfuß ist in allen Pflanzenteilen giftig und enthält den Wirkstoff Protoanemonin. Kontakt mit dem Pflanzensaft kann zu Hautreizungen führen, während ein Verzehr schwere Vergiftungserscheinungen auslöst; die Pflanze ist daher nicht kindersicher. Bei Vergiftungsverdacht kontaktieren Sie bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Suche für Deinen Berg-Hahnenfuß einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 7), damit die Blüten ihren typischen Glanz entwickeln.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) gehalten werden, was einem Ellenberg-Feuchtestatus von 4 entspricht.
Als Mittelzehrer benötigt die Pflanze einen Gartenboden mit mäßigem Nährstoffgehalt; eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr reicht völlig aus.
Achte unbedingt auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Ellenberg Reaktion 7), da die Pflanze empfindlich auf Versauerung reagiert.
Aufgrund der geringen Wuchshöhe von 0,12 m solltest Du ihn an den Beetrand oder in den Steingarten setzen, damit er nicht von größeren Stauden unterdrückt wird.
Die beste Pflanzzeit ist im zeitigen Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei und bearbeitbar ist.
Sorge für einen guten Wasserabfluss im Boden, um Staunässe an den Wurzeln während der Wintermonate zu vermeiden.
Gute Partnerin: Die Kalk-Blaugras (Sesleria albicans) — sie teilt die Vorliebe für kalkreiche, kühle Standorte und bietet einen schönen strukturellen Kontrast.
Der Berg-Hahnenfuß gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in den Gebirgsregionen Mitteleuropas heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind kalkreiche Bergwiesen und kühle Standorte, was ihn als Kaltpflanze (alpin/nördlich) kennzeichnet. Er wächst als krautige, nicht verholzte Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe von exakt 0,12 m. Die breitblättrigen, oft tief geteilten Blätter bilden eine bodennahe Rosette, aus der die markanten Blüten entspringen. In Deutschland ist die Art als indigen (einheimisch) eingestuft und gilt aktuell nicht als gefährdet.
3 Videos zu Berg-Hahnenfuß (Artengruppe)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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