Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus peltatus subsp. baudotii
Auch bekannt als: Ranunculus peltatus subsp. baudotii
Typisch für den Brackwasser-Hahnenfuß sind seine strahlend weißen Blüten mit dem gelben Grund, die wie kleine Sterne dicht über der Wasserlinie treiben, während die fein zerteilten Blätter unter Wasser fluten. Mit dieser Pflanze holst du dir eine echte Besonderheit in den Garten, denn sie gilt nach der Roten Liste als gefährdet (Stufe 3). Du förderst damit eine Art, die auf kalkhaltige (basische) und saubere Gewässer angewiesen ist, welche in unserer Landschaft immer seltener werden. Die Pflanze bietet im Teich wertvollen Lebensraum für die Unterwasserwelt und trägt zur Stabilisierung deines Garten-Ökosystems bei. Wenn du einen sonnigen Teichplatz hast, leistest du hier mit wenig Aufwand aktiven Naturschutz.
Seltene Teichperle: Schütze den gefährdeten weißen Stern des Brackwassers.
Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, konzentriert sich der ökologische Wert dieser Art auf ihre Funktion als gefährdete Rote-Liste-Art (Stufe 3). In deinem Gartenteich fungiert sie als wichtiger Strukturgeber für Wasserorganismen und bietet Versteckmöglichkeiten unter den flutenden Blättern. Das geringe Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von 0.2033 mg ermöglicht es der Pflanze, neue Lebensräume über weite Distanzen zu besiedeln. Mit der Ansiedlung dieser einheimischen Art unterstützt du den Erhalt der genetischen Vielfalt in deiner Region. Besonders in kalkreichen (basischen) Gewässern ist sie eine unverzichtbare Komponente der natürlichen Pflanzengesellschaft und fördert die Stabilität deines Biotops.
Bitte beachte, dass der Brackwasser-Hahnenfuß in allen Teilen giftig ist. Der Wirkstoff Protoanemonin kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen oder bei versehentlicher Einnahme zu Vergiftungen führen. Trage bei der Pflege im Teich vorsichtshalber Handschuhe. Im Notfall erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.6 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), damit die Pflanze ausreichend Energie für die Blütenbildung hat.
Setze die Pflanze direkt in die Flachwasserzone deines Teichs (Feuchtewert 9).
Der Boden sollte kalkhaltig (basisch) sein und über ein mäßiges Nährstoffangebot verfügen (Mittelzehrer).
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis November, sofern das Wasser frostfrei ist.
Halte eine Wuchshöhe von 0.6 m bei der Standortwahl im Teich im Hinterkopf.
Da das Saatgut mit 0.2033 mg sehr leicht ist (leichtes Diasporengewicht), kann sich die Pflanze bei guten Bedingungen selbstständig im Gewässer ausbreiten.
Ein Rückschnitt ist meist nicht nötig, da die Pflanze im Winter unter der Wasseroberfläche ruht.
Gute Partnerin: Die Tannenwedel (Hippuris vulgaris) – sie schätzt ebenfalls kalkhaltiges Wasser und bildet einen schönen vertikalen Kontrast zu den Schwimmblättern des Hahnenfußes.
Der Brackwasser-Hahnenfuß (Ranunculus peltatus subsp. baudotii) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum umfasst flache, oft sommerwarme und kalkhaltige (basische) Gewässer, wobei er eine bemerkenswerte Toleranz gegenüber schwankenden Salzgehalten zeigt. Morphologisch zeichnet er sich durch seine zwei verschiedenen Blatt-Typen aus: fein geschlitzte Unterwasserblätter und flächige Schwimmblätter. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.6 m und ist als krautige, nicht verholzte Wasserpflanze perfekt an das Leben im nassen Element angepasst.
3 Videos zu Brackwasser-Hahnenfuß
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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