Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus phragmiteti
Auch bekannt als: Ranunculus phragmiteti
Wer den Röhricht-Gold-Hahnenfuß (Ranunculus phragmiteti) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die leuchtend gelben Schalenblüten und die charakteristisch tief geteilten Blätter sind sein Markenzeichen. In deinem Garten leistest du mit dieser Art einen echten Beitrag zum Artenschutz, da sie auf der Roten Liste als stark gefährdet (Kategorie 2) eingestuft wird. Da sie einheimisch (indigen) ist, passt sie perfekt in unsere regionalen Ökosysteme und bietet eine Lebensgrundlage für die heimische Tierwelt. Mit der Pflanzung dieser seltenen Schönheit gibst du der Natur ein Stück Vielfalt zurück, das in der freien Landschaft leider immer seltener wird. Schau doch mal genau hin, ob du den richtigen Platz für diesen gefährdeten Gast bei dir findest.
Rote-Liste-Rarität: Schütze eine der am stärksten gefährdeten Arten unserer Heimat.
Die Bedeutung des Röhricht-Gold-Hahnenfußes für die Artenvielfalt ist besonders hoch, da er nach aktuellen Daten als stark gefährdet (Rote Liste 2) gilt. Als einheimische (indigene) Art ist er ein wertvoller Bestandteil unserer Flora. Zwar liegen für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäubungsdaten vor, doch Hahnenfußgewächse sind generell wichtige Futterquellen für spezialisierte Käfer, Schwebfliegen und solitäre Wildbienen. Mit dieser Pflanze förderst du die genetische Vielfalt und bietest einen Rückzugsort für Bewohner feuchterer Gartenbereiche. Dein Garten wird so zum wichtigen Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für eine Art, die in der freien Natur kaum noch Bestände aufweist.
Der Röhricht-Gold-Hahnenfuß ist in allen Teilen giftig und enthält den Wirkstoff Protoanemonin. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann zu Hautreizungen führen, bei Einnahme besteht Vergiftungsgefahr. Bitte trage bei der Gartenarbeit Handschuhe und kontaktiere im Notfall den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Licht 5: Wähle einen Platz im Halbschatten (lichte Stellen ohne pralle Mittagssonne).
Feuchte 6: Der Boden sollte mäßig feucht (frisch) sein und darf nie ganz austrocknen.
Nährstoffe 5: Ein Boden mit mittlerem Nährstoffgehalt (Mittelzehrer) ist für die Entwicklung ideal.
Reaktion 5: Die Erde sollte neutral bis schwach sauer (Reaktion 5) beschaffen sein.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze bevorzugt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Bodenvorbereitung: Lockere den Boden gut auf, damit die Wurzeln in der frischen Erde guten Halt finden.
Pflege: Da die Pflanze nicht kindersicher ist, trage bei Schnittmaßnahmen vorsichtshalber Handschuhe.
Vermehrung: Lass die Samen am Stängel reifen, um eine natürliche Selbstaussaat zu ermöglichen.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – sie schätzt ähnliche mäßig feuchte Bedingungen und ergänzt die frühe Blütezeit wunderbar.
Der Röhricht-Gold-Hahnenfuß (Ranunculus phragmiteti) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er ist in Deutschland und Österreich heimisch und wird als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch war) eingestuft. Sein natürlicher Lebensraum umfasst mäßig feuchte Standorte, oft im Übergang zu Röhrichten oder an Grabenrändern. Typisch für ihn sind die glänzenden Blütenblätter, die durch eine spezielle Zellschicht das Licht besonders intensiv reflektieren und so Insekten anlocken.
3 Videos zu Röhricht-Gold-Hahnenfuß
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →