Bild folgtKI-generierte IllustrationRanunculus reptans
Auch bekannt als: Ranunculus reptans
Mit ihren fadenförmig kriechenden Ausläufern und den zierlichen, goldgelben Blüten fällt der Ufer-Hahnenfuß (Ranunculus reptans) am Teichrand sofort auf. Da diese Art in Deutschland auf der Roten Liste steht (Status 2: stark gefährdet), holst du dir einen echten Naturschatz in den Garten, der auf spezialisierte Uferlebensräume angewiesen ist. Er besiedelt die schwierige Zone zwischen Land und Wasser und trägt so zur Strukturvielfalt bei. Die Pflanze breitet sich teppichartig aus und schützt so den Boden vor Erosion am Ufer. Wenn du eine ökologisch wertvolle Alternative zu exotischen Bodendeckern suchst, ist dieser heimische Überlebenskünstler genau die richtige Wahl für dich.
Rote-Liste-Schatz: Der zierliche Bodendecker für deinen sonnigen Teichrand.
Obwohl für diese spezielle Art keine detaillierten Bestäubungsdaten vorliegen, sind Hahnenfußgewächse generell wichtige Anlaufstellen für pollenfressende Schwebfliegen und Käfer. Durch seine Seltenheit und den Status auf der Roten Liste 2 ist jede Ansiedlung im Garten ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität. Die Ausbreitung erfolgt über sehr leichte Samen mit einem Gewicht von 0.3742 mg, die durch Wind oder Wasser (Fernausbreitung) neue Stellen am Ufer erreichen können. Im dichten Geflecht der kriechenden Stängel finden kleine Wirbellose und Amphibienlarven wichtigen Schutz. Da die Pflanze Mykorrhiza-Verbindungen (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) vom Typ AM eingeht, fördert sie zudem ein gesundes Bodenleben im Uferbereich.
Die Pflanze ist in allen Teilen giftig, da sie den Wirkstoff Protoanemonin enthält. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann Hautreizungen verursachen, und bei versehentlicher Einnahme besteht Vergiftungsgefahr. Trage bei der Gartenarbeit vorsichtshalber Handschuhe und achte auf Kinder und Haustiere. Giftnotruf: 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Nass / Sumpf
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.134 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Bodenfeuchte: Die Pflanze benötigt einen nassen bis sumpfigen Untergrund (Feuchtewert 10) und gedeiht am besten in der Flachwasserzone deines Teichs.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf, Nährstoffwert 2) benötigt er mageren Boden; vermeide Dünger und nährstoffreiche Erde.
Bodenbeschaffenheit: Ein kalkhaltiges oder basisches (alkalisches) Substrat (Reaktionswert 7) ist für die Entwicklung optimal.
Pflanzzeit: Setze den Hahnenfuß im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Pflanzabstand: Da er über Ausläufer kriecht, reichen 20 cm Abstand, um bald einen dichten Teppich zu bilden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Pflanze niedrig bleibt und im Winter in die Ruhephase geht.
Gute Partnerin: Das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – es hat ähnliche Ansprüche an Feuchtigkeit und Licht und ergänzt die gelbe Blüte des Hahnenfußes mit seinem Blau.
Der Ufer-Hahnenfuß (Ranunculus reptans) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als indigenes (ursprünglich hier vorkommendes) Kraut besiedelt er natürlicherweise kiesige oder sandige Ufer von Seen und Flüssen. Er ist eine nicht verholzte, breitblättrige Pflanze, die sich durch ihre kriechende Wuchsform auszeichnet, wobei die Stängel an den Knoten Wurzeln schlagen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.13 m bleibt er sehr flach und passt sich so perfekt an wechselnde Wasserstände an.
3 Videos zu Ufer-Hahnenfuß
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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