Bild folgtKI-generierte IllustrationRaphanus raphanistrum subsp. raphanistrum
Auch bekannt als: Raphanus raphanistrum subsp. raphanistrum
Mit seinen blassgelben bis weißlichen Blüten, die oft eine feine violette Aderung zeigen, fällt der Acker-Rettich (Raphanus raphanistrum subsp. raphanistrum) sofort auf. Du hast hier einen echten Archäophyten vor Dir – eine Pflanze, die bereits vor der Entdeckung Amerikas als Kulturfolger zu uns kam. Er bereichert Deinen Garten als robustes Element einer fast vergessenen Ackerflora. Da er in Deutschland und der Schweiz heimisch ist, passt er sich hervorragend in naturnahe Pflanzungen ein. Mit seiner Wuchshöhe von genau 0,65 m ist er ein idealer Lückenfüller. Wenn Du diesen historischen Rückkehrer bei Dir ansiedelst, machst Du im Sinne des Artenschutzes alles richtig.
Ein Stück lebendige Agrargeschichte: Robust, heimisch und genau 0,65 m pure Natur.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist der Acker-Rettich ein wertvoller Bestandteil der heimischen Biodiversität. Er besitzt mit rund 11,45 mg ein verhältnismäßig schweres Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit), was auf eine Verbreitung über kurze Distanzen oder durch Tiere hindeutet. Als Kreuzblütler stellt er in der Landschaft eine wichtige Struktur dar. Die großen Blätter fördern ein feuchtes Kleinklima am Boden, was der Bodenfauna zugutekommt. Da er als indigen (einheimisch) eingestuft wird, ist er optimal in die regionalen Nahrungsnetze integriert. Sein Erhalt im Garten stützt die Populationen von Arten, die auf offene Bodenstellen und Ackerbegleitflora angewiesen sind.
Bitte beachte, dass der Acker-Rettich als nicht kindersicher eingestuft wird. Platziere ihn daher im Garten außerhalb der direkten Reichweite kleiner Kinder. Obwohl er ein Verwandter des Speise-Rettichs ist, sollten die Wildformen nicht in größeren Mengen verzehrt werden. Es liegen keine spezifischen Warnhinweise für Haustiere vor, dennoch ist allgemeine Vorsicht geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.345 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 7: Wähle einen vollsonnigen Standort in Deinem Garten aus, damit die Pflanze kräftig blüht.
Feuchtezahl 4: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide jedoch Staunässe.
Nährstoffwert 6: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Stickstoffbedarf) benötigt er normalen Gartenboden ohne intensive Düngung.
Reaktionszahl 5: Er bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse.
Pflanzzeit Frühling: Säe ihn zwischen März und Mai direkt an Ort und Stelle aus.
Pflanzzeit Herbst: Eine Aussaat ist auch von September bis November möglich, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Lass die Gliederschoten im Herbst stehen, da sich die Pflanze durch Selbstaussaat vermehrt.
Wuchs: Plane ausreichend Platz für eine Wuchshöhe von exakt 0,65 m ein.
Gute Partnerin: Die Kornblume (Centaurea cyanus) – sie ist ebenfalls ein heimisches Ackerwildkraut und teilt die Standortansprüche.
Der Acker-Rettich gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) innerhalb der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales). Als heimischer Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Pflanzenart) ist er in der gesamten Region verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind Äcker und Ruderalstellen (unbebaute Flächen auf Schutt oder kiesigem Boden). Morphologisch zeichnet sich diese krautige Pflanze durch ihre markanten Gliederschoten und die breiten Blätter mit einer Fläche von über 10.000 Quadratmillimetern aus. Er verholzt nicht und ist perfekt an mäßig warme Standorte angepasst.
3 Videos zu Acker-Rettich
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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