
Rhinanthus alectorolophus
Auch bekannt als: Zotten-Klappertopf
26
Arten
interagieren
212
Interaktionen
dokumentiert
Mit seinen behaarten, wie aufgepumpt wirkenden Kelchblättern fällt der Zottige Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus) sofort auf. Er ist ein genialer Helfer im Naturgarten, da er als Halbschmarotzer (Pflanze, die Gräsern Wasser und Nährstoffe entzieht) das Graswachstum bremst und so Platz für zarte Wildblumen schafft. Davon profitieren Bestäuber wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) oder die Honigbiene (Apis mellifera). Wenn du eine vergraste Wiese in ein buntes Blütenmeer verwandeln willst, ist dieser kleine 'Wiesen-Polizist' dein bester Verbündeter. Er sorgt ganz ohne Dünger für mehr biologische Vielfalt auf deinem Grundstück.
Der gelbe Wiesen-Dompteur: Er bändigt Gräser und schafft Platz für bunte Vielfalt.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Datengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Klappertopf eine wertvolle Nahrungsquelle für den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und die Honigbiene (Apis mellifera). In den Blüten wartet oft die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) geschickt getarnt auf Besucher. Auch Punktkäfer lassen sich regelmäßig an der Pflanze finden. Seine wichtigste ökologische Funktion ist jedoch die Förderung der Artenvielfalt: Indem er Gräser schwächt, ermöglicht er es vielen anderen heimischen Kräutern, sich in der Wiese zu etablieren. So entsteht ein reiches Nahrungsnetz für spezialisierte Insekten.
Die Pflanze ist nicht kindersicher und wird als schwach giftig eingestuft. Sie enthält den Inhaltsstoff Aucubin (ein Glykosid), der bei Verzehr zu Unwohlsein führen kann. Eine Verwechslungsgefahr mit essbaren Wildkräutern besteht aufgrund der sehr markanten, behaarten Kelche und der speziellen Blütenform jedoch praktisch nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Mär – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.242 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen sonnigen Standort auf einer Fläche, auf der bereits Gräser wachsen.
Der Boden sollte mäßig nährstoffreich und frisch sein, also weder staubtrocken noch staunass.
Die Pflanzzeit oder Aussaat erfolgt idealerweise im zeitigen Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst.
Da er ein Kaltkeimer (Samen benötigt Frost zum Keimen) ist, empfehle ich dir die Aussaat im Spätherbst.
Beachte, dass die Art einjährig ist; sie muss jedes Jahr aus Samen neu entstehen.
Lass die Pflanzen unbedingt ausreifen, bis sie braun werden, damit sie sich selbst versamen können.
Verzichte auf zusätzliche Düngung, da er gerade auf mageren Böden seine regulierende Wirkung entfaltet.
Mähe die Fläche erst spät im Jahr, damit die Samenreife im September abgeschlossen ist.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) – sie profitiert direkt davon, dass der Klappertopf die dominante Konkurrenz der Gräser unterdrückt.
Der Zottige Klappertopf gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (ursprünglich einheimisch) oder als Archäophyt (bereits vor Jahrhunderten eingewandert) weit verbreitet. Typischerweise besiedelt er frische Wiesen und Weiden. Man erkennt ihn leicht an seinem namensgebenden Merkmal: Die reifen Samen klappern in den trockenen Kelchen (Blütenhüllen), wenn der Wind durch die Wiese streicht.
1 Video zu Zottiger Klappertopf

24 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_159654188
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