
Rhodiola rosea
Auch bekannt als: Rosenwurz
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Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Echte Rosenwurz (Rhodiola rosea) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren dickfleischigen Blättern und den dichten, gelben Blütenständen ist sie eine markante Erscheinung. In deinem Garten übernimmt sie eine tragende Rolle für den Artenschutz, da sie in der Natur als vom Aussterben bedroht gilt. Besonders spezialisierte Insekten wie der seltene Apollofalter (Parnassius apollo) finden bei ihr wertvolle Nahrung. Du kannst mit dieser Pflanze also eine echte Rarität bewahren und gleichzeitig die Artenvielfalt fördern. Wenn du einen kühlen, sonnigen Platz im Garten hast, wird sie dich über Jahre hinweg erfreuen.
Alpine Rarität für den Garten: Rettungsanker für den seltenen Apollofalter.
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Die Echte Rosenwurz ist eine essenzielle Nahrungsquelle für hochspezialisierte Gebirgsfalter. Nach aktuellen Daten profitieren besonders der Apollofalter (Parnassius apollo) und der Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) von ihrem Nektar. Auch der Fetthennen-Bläuling (Scolitantides orion) wird regelmäßig an den Blüten gesichtet. Neben Schmetterlingen besuchen auch Käfer wie der Rapsglanzkäfer (Brassicogethes aeneus) die Pflanze. Aufgrund ihrer Seltenheit ist jede Gartenpopulation ein wichtiger Trittstein für die genetische Vielfalt dieser gefährdeten Art. Sogar Vögel wie die Sturmmöwe (Larus canus) wurden in ihren natürlichen Habitaten bereits als Besucher dokumentiert.
Die Echte Rosenwurz wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn Teile der Pflanze in der traditionellen Kräuterkunde genutzt werden, sollten Kinder und Haustiere nicht davon verzehren, um Unverträglichkeiten zu vermeiden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Sukkulente
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Standort, damit die Pflanze kompakt wächst.
Feuchte 6: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), aber achte penibel auf einen guten Wasserabzug, um Fäulnis zu vermeiden.
Nährstoffe 2: Verwende einen mageren Boden (schwachzehrend); zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich.
Pflanzzeit Frühling: März bis Mai ist ideal für die Ansiedlung.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November kannst du ebenfalls pflanzen, solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 bis 25 cm Abstand zu anderen Pflanzen ein.
Pflege: Die Pflanze ist pflegeleicht und muss kaum zurückgeschnitten werden; vertrocknete Triebe entfernst du im Frühjahr.
Gute Partnerin: Echte Hauswurz (Sempervivum tectorum) – sie hat ähnliche Ansprüche an die Bodenmagerkeit und ergänzt das sukkulente Erscheinungsbild im Steingarten perfekt.
Die Echte Rosenwurz gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Sukkulente (wasserspeichernde Pflanze) ist sie perfekt an extreme Standorte angepasst. Ihr natürlicher Lebensraum sind kühle, alpine Lagen, was sie als Kaltzeiger (Pflanze, die kühles Klima bevorzugt) kennzeichnet. Auffällig ist ihr fleischiger Wurzelstock, der bei Verletzung einen Rosenduft verströmt. Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 1 geführt wird, ist sie in der Natur streng geschützt.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_394791534
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