Bild folgtKI-generierte IllustrationRhododendron groenlandicum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Grönländische Porst durch seine dichten, weißen Blütenkugeln und die schmalen, immergrünen Blätter auf. Als robuster Strauch bereichert er schattige und feuchte Gartenbereiche, in denen viele andere Pflanzen aufgeben. Besonders für spezialisierte Bestäuber wie die seltene Heidehummel (Bombus jonellus) und den prächtigen Schwalbenschwanz (Papilio machaon) stellt er eine wertvolle Nahrungsquelle dar. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) schätzt das Angebot im zeitigen Frühjahr. Wenn du eine Moorbeet-Ecke planst, ist diese Art eine hervorragende Wahl. So machst du in deinem Garten alles richtig für den Erhalt seltener Insektenarten.
Weißes Blütenwunder für feuchte Ecken und eine Tankstelle für die Heidehummel.
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Obwohl er ursprünglich nicht aus Europa stammt, ist der Grönländische Porst ökologisch gut integriert. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen besonders die Heidehummel (Bombus jonellus) und die Honigbiene (Apis mellifera) die Blüten intensiv an. Auch für Tagfalter wie den Schwalbenschwanz (Papilio machaon) bietet der Strauch eine verlässliche Nektarquelle. Interessanterweise nutzen auch Ameisen wie die Schwarze Rossameise (Lasius niger) die Pflanze als Lebensraum und Nahrungsquelle. Durch seine immergrüne Struktur bietet der Strauch zudem das ganze Jahr über Deckung für bodennah lebende Kleintiere, was ihn zu einem wertvollen Baustein für die Artenvielfalt in feuchten Gartenbereichen macht.
Bitte beachte, dass der Grönländische Porst als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Pflanze enthält, wie viele Heidekrautgewächse, Inhaltsstoffe, die bei Verzehr für Menschen und Haustiere problematisch sein können. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines Unfalls wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen schattigen Platz im Garten (Ellenberg Licht 4), da die Pflanze keine pralle Mittagssonne verträgt.
Boden: Der Boden muss zwingend sauer sein (Reaktion 1). Verwende im Zweifelsfall ein spezielles Substrat für Moorbeetpflanzen.
Feuchtigkeit: Halte die Erde stets sehr feucht bis nass (Feuchte 8); Trockenheit verträgt der Strauch kaum.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Magerkeitszeiger, Naehrstoffe 2) benötigt er keinen zusätzlichen Dünger, Kompost ist oft schon zu nährstoffreich.
Pflanzzeit: Setze den Strauch idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Pflege: Ein Rückschnitt ist aufgrund des langsamen Wuchses nicht erforderlich; lasse abgeblühte Dolden als Winterschutz stehen.
Pflanzpartner: Die Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) ist eine ideale Partnerin, da sie die gleichen extremen Bodenansprüche an Nässe und Säure teilt.
Der Grönländische Porst (Rhododendron groenlandicum) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und ist eng mit den bekannten Garten-Rhododendren verwandt. In unserer Region gilt er als Neophyt (eingebürgerte Pflanze), der ursprünglich aus den kühlen Moorregionen Nordamerikas stammt. Sein natürlicher Lebensraum sind Hochmoore und Bruchwälder (sumpfige Waldgebiete), was ihn perfekt an nasse, saure Standorte anpasst. Ein markantes Merkmal ist die rostbraune Behaarung auf der Blattunterseite, die dem Strauch hilft, Feuchtigkeit zu regulieren und Frostperioden unbeschadet zu überstehen.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →