Bild folgtKI-generierte IllustrationRorippa islandica
Auch bekannt als: Rorippa islandica
Artengruppe
3
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren kleinen, gelben Kreuzblüten und dem kompakten Wuchs lässt sich die Isländische Sumpfkresse sofort erkennen. Als spezialisierte Bewohnerin feuchter Standorte ist sie für deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie gezielt Schmetterlinge wie den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) oder den Rapsweißling (Pieris napi) anzieht. Mit einer festen Wuchshöhe von 0,26 m fügt sie sich perfekt in Teichränder oder Sumpfzonen ein, ohne andere Pflanzen zu bedrängen. Wenn du eine feuchte Ecke im Garten hast, die ökologisch aufgewertet werden soll, triffst du mit dieser heimischen Art genau die richtige Wahl. Sie ist robust, unaufgeregt und ein wichtiger Baustein für die lokale Artenvielfalt.
Kompakte Sumpfschönheit: Die Spezialistin für nasse Füße und Aurorafalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge von dieser Art. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen der Aurorafalter (Anthocharis cardamines), der Kleiner Kohl-Weißling (Pieris rapae) und der Rapsweißling (Pieris napi). Ihre ökologische Bedeutung liegt auch in der Fernausbreitung der Samen: Mit einem Gewicht von nur 0,0532 mg werden die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) leicht vom Wind oder Wasser davongetragen, was die Neubesiedlung von feuchten Lebensräumen ermöglicht. Durch ihre Bindung an kühle, feuchte Standorte ist sie ein wichtiger Indikator für intakte Wasserhaushalte im Garten.
Bitte beachte, dass die Isländische Sumpfkresse laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle im Vordergrund stehen, solltest du sie in Gärten mit kleinen Kindern sicherheitshalber außerhalb der Reichweite oder in unzugänglichen Teichbereichen pflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.264 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8: mindestens 6 Stunden direkte Sonne täglich).
Sorge für einen dauerhaft feuchten bis nassen Boden (Feuchtewert 8), idealerweise in der Sumpfzone deines Gartenteichs.
Der Boden sollte ein Mittelzehrer-Substrat sein (normaler Gartenboden), der neutral bis schwach sauer reagiert.
Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Halte die Pflanze bei einer Wuchshöhe von genau 0,26 m im Blick; sie benötigt keinen großen Pflanzabstand.
Die Vermehrung erfolgt natürlich über die Selbstaussaat der extrem leichten Samen (0,0532 mg).
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die krautigen Teile im Winter einen natürlichen Schutz bieten.
Gute Partnerin: Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Isländische Sumpfkresse gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als indigen (ursprünglich heimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) eingestuft. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst feuchte, oft kühle Uferzonen und Standorte mit neutralen bis schwach sauren Bodenreaktionen. Als krautige, nicht verholzte Pflanze zeigt sie einen breitblättrigen Laubtyp und ist an kältere Klimazonen angepasst. Ein besonderes Merkmal ist ihre AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen zur besseren Nährstoffaufnahme), die ihr hilft, an wechselfeuchten Standorten zu bestehen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →